Annäherung Lehrergehälter: Laut Amhof liegt Ball bei Gewerkschaften23 / 04 / 2026
Uneinigkeit der Gewerkschaften verzögert die Verteilung der Mittel zur strukturellen Gehaltsanpassung im Bildungsbereich.
Personallandesrätin Magdalena Amhof hat am 22. April klargestellt, dass die weiteren Fortschritte bei der Angleichung der Lehrergehälter derzeit von einer Einigung der Gewerkschaften abhängen. Während bei der allgemeinen Reallohnerhöhung – die durchschnittlich 400 Euro brutto pro Monat beträgt und rückwirkend ab Januar 2026 ausgezahlt wird – ein breiter Konsens besteht, stagniert die Verhandlung über die sogenannte „strukturelle Annäherung“ zwischen den verschiedenen Schulstufen und Lehrerbezeichnungen.

Hintergrund der Verzögerung ist die fehlende Übereinkunft der Gewerkschaftsvertretungen über die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Geldmittel. Für die spezifische Angleichung der Gehälter von Lehrpersonen staatlicher Art an das Niveau der Landeslehrer sind im aktuellen Verhandlungsrahmen rund acht Millionen Euro vorgesehen. Laut Amhof haben die jüngsten Aussprachen jedoch gezeigt, dass die Positionen der einzelnen Gewerkschaften stark voneinander abweichen, weshalb zeitnah kein gemeinsamer, tragfähiger Vorschlag der Arbeitnehmerseite zu erwarten sei.
Die Landesrätin betonte, dass das Land seine Hausaufgaben gemacht und alle notwendigen Daten sowie Finanzrahmen bereitgestellt habe. Man wolle die bereitgestellten Mittel nicht auf unbestimmte Zeit blockieren, könne aber erst zur Tat schreiten, wenn die Gewerkschaften einen internen Konsens zur Verteilung finden. Der „Ball liege nun bei den Gewerkschaften“, so Amhof, um die Aufwertung der Bildungsberufe durch die geplante Gehaltsannäherung final umzusetzen.
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