Lehrgang zur Erinnerungskultur im Unterricht abgeschlossen29 / 04 / 2026

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Lehrgang zur Erinnerungskultur im Unterricht abgeschlossen29 / 04 / 2026

Lehrgang zur Erinnerungskultur im Unterricht abgeschlossen<span class="aero-title-date">29 / 04 / 2026</span>

Pädagogische Fachkräfte setzen sich intensiv mit der Zeitgeschichte auseinander – Stärkung der kritischen Reflexion an Südtirols Schulen.

Nach einer intensiven Fortbildungsreihe ist am 28. April 2026 der landesweite Lehrgang zur „Erinnerungskultur im Unterricht“ offiziell zu Ende gegangen. Rund 25 Lehrpersonen aus allen drei Sprachgruppen Südtirols nahmen an der Qualifizierungsmaßnahme teil, die gemeinsam von den Bildungsdirektionen und dem Bereich Innovation und Beratung organisiert wurde. Ziel des Lehrgangs war es, zeitgeschichtliche Themen methodisch vielfältig und multiperspektivisch aufzubereiten.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Auseinandersetzung mit den belasteten Kapiteln der Südtiroler Geschichte des 20. Jahrhunderts, darunter der Faschismus, die Option und der Nationalsozialismus. Die Teilnehmenden besuchten verschiedene Erinnerungsorte und Gedenkstätten im Land und erarbeiteten neue didaktische Konzepte, um Schülern einen kritischen Zugang zu historischen Ereignissen zu vermitteln. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Brücke zur Gegenwart zu schlagen und die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten hervorzuheben.

Bildungslandesrat Philipp Achammer unterstrich bei der Verleihung der Zertifikate, dass eine lebendige Erinnerungskultur ein wesentliches Fundament für eine bewusste Gesellschaft sei. „Lehrpersonen sind Schlüsselpersonen, wenn es darum geht, jungen Menschen nicht nur Fakten zu vermitteln, sondern sie zur Reflexion über Werte und gesellschaftliche Verantwortung anzuregen“, so Achammer. Auch der italienische Bildungslandesrat Marco Galateo lobte den sprachgruppenübergreifenden Charakter des Lehrgangs, der wesentlich zum gegenseitigen Verständnis und zur Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte beitrage. Die erarbeiteten Unterrichtsmaterialien sollen künftig über das Bildungsportal allen Schulen des Landes zur Verfügung gestellt werden.

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