Erinnerungskultur als Grundlage wirksamer Extremismusprävention30 / 04 / 2026

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Erinnerungskultur als Grundlage wirksamer Extremismusprävention30 / 04 / 2026

Erinnerungskultur als Grundlage wirksamer Extremismusprävention<span class="aero-title-date">30 / 04 / 2026</span>

Bildungsfahrt nach Bologna thematisiert politische Gewalt der „Bleiernen Jahre“ – Zeitzeugengespräche und Museumsbesuche stärken politische Bildung.

Am 29. April 2026 hat das Landesamt für Jugendarbeit die Ergebnisse einer Bildungsfahrt zum Thema Erinnerungskultur und Extremismusprävention veröffentlicht. Im Rahmen des Schwerpunkts „Politische Bildung“ besuchten Fachkräfte und Interessierte zentrale Gedenkorte in Bologna, um die Hintergründe politisch motivierter Gewalt in der jüngeren italienischen Geschichte und deren Bedeutung für die heutige Präventionsarbeit zu beleuchten.

Ein zentraler Bestandteil der Reise war der Besuch des Museo per la Memoria di Ustica. Dort rekonstruierte Daria Bonfietti, Präsidentin der Vereinigung der Angehörigen der Opfer des Absturzes von Ustica, die Ereignisse des Jahres 1980 und die langjährigen Bemühungen um Aufklärung und Gerechtigkeit. Zudem traf die Delegation Sonia Zanotti, Vizepräsidentin der Angehörigenvereinigung der Opfer des Bombenanschlags auf den Bahnhof von Bologna. In Begleitung der Historikerin Cinzia Venturoli wurden die Mechanismen von Radikalisierung und Terrorismus während der sogenannten „Anni di Piombo“ (Bleierne Jahre) analysiert.

Gianluca Battistel, Koordinator für Politische Bildung im Landesamt für Jugendarbeit, betonte die Relevanz dieser Erfahrungen für die Jugendarbeit in Südtirol. Die Auseinandersetzung mit den Opfern und den Folgen extremistischer Gewalt schaffe ein tieferes Verständnis für den Wert demokratischer Institutionen und der Rechtsstaatlichkeit. Ziel sei es, junge Menschen durch die Reflexion über die Geschichte gegen aktuelle extremistische Strömungen zu sensibilisieren. Die Erkenntnisse aus der Bildungsfahrt sollen nun in lokale Projekte der politischen Jugendbildung einfließen, um die Resilienz gegenüber antidemokratischen Tendenzen nachhaltig zu stärken.

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