Hochpustertalbahn wieder durchgehend in Betrieb30 / 04 / 2026
Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten zwischen Bruneck und Lienz abgeschlossen – Fokus auf Sicherheit und moderne Leit-Technik.
Seit dem heutigen 29. April 2026 verkehren die Züge auf der Hochpustertalbahn wieder planmäßig auf der gesamten Strecke. Nach einer mehrwöchigen Teilsperre wurden die Abschnitte zwischen Bruneck, Innichen und Lienz pünktlich für den Bahnverkehr freigegeben. Damit ist die wichtige Ost-West-Verbindung für Pendler und Gäste wieder uneingeschränkt nutzbar.
Während der Sperrpause, die im Abschnitt Bruneck–Innichen am 30. März begann, wurden umfassende technische und infrastrukturelle Maßnahmen durchgeführt. Ein Schwerpunkt lag auf den vorbereitenden Arbeiten für die Einführung des Europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System). Dieses System soll künftig die Sicherheit erhöhen und einen grenzüberschreitenden Bahnverkehr ohne Lokomotivwechsel erleichtern. Parallel dazu nutzte der italienische Schienennetzbetreiber RFI die Zeit für allgemeine Instandhaltungsarbeiten an Gleisen, Oberleitungen und Signalanlagen.
Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstrich die Bedeutung dieser Maßnahmen: „Baustellen sind kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für eine moderne und zuverlässige Mobilität. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten erreichen wir einen weiteren Meilenstein für ein leistungsfähiges Bahnnetz im Pustertal.“ Besonders hervorgehoben wurden auch die punktuellen Anpassungen an den Bahnhöfen, wie etwa in Innichen und Olang, um die Barrierefreiheit und den Komfort für die Fahrgäste weiter zu verbessern.
Der während der Bauphase eingerichtete Schienenersatzverkehr mit Bussen (Linie SV223 in Kooperation mit den ÖBB) wurde mit der Wiederaufnahme des Zugbetriebs eingestellt. Die Landesverwaltung weist darauf hin, dass diese Modernisierungsschritte auch im Hinblick auf das strategische Großprojekt der Riggertalschleife zu sehen sind. Diese soll ab Ende 2026 eine direkte Anbindung des Pustertals an die Brennerbahnlinie ermöglichen und die Fahrzeit nach Bozen um rund 15 Minuten verkürzen.
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