Innichen Anwendung des Verwaltungsüberschusses 2025 im Haushaltsvoranschlag 2026–202802 / 05 / 2026

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Innichen Anwendung des Verwaltungsüberschusses 2025 im Haushaltsvoranschlag 2026–202802 / 05 / 2026

Innichen Anwendung des Verwaltungsüberschusses 2025 im Haushaltsvoranschlag 2026–2028<span class="aero-title-date">02 / 05 / 2026</span>
Sicht auf eine Straße mit Zebrastreifen, Bäume und Fußgänger, Fahrradfahrer und Gebäude im Hintergrund


Der Gemeinderat von Innichen hat die erste Anwendung des Verwaltungsüberschusses aus dem abgeschlossenen Haushaltsjahr 2025 beschlossen. Insgesamt stehen aus dem freien Anteil des Verwaltungsüberschusses rund 1,99 Millionen Euro zur Verfügung, wovon im Zuge dieser ersten Maßnahme gezielt etwa 1,73 Millionen Euro eingesetzt werden.
Der überwiegende Teil dieser Mittel (rund 1,68 Millionen Euro) fließt in zentrale Investitionen in die Infrastruktur sowie in die Weiterentwicklung der Gemeinde. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet dabei die umfassende Sanierung und Aufwertung der Freisinger Straße mit einem Gesamtvolumen von 555.000 Euro. Neben der dringend notwendigen Erneuerung des Straßenbelags ist insbesondere eine Neugestaltung des Kreuzungsbereichs Alter Markt/Freisinger Straße vorgesehen, um die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen. Darüber hinaus ist die Errichtung eines durchgehenden Gehsteigs auf der westlichen Seite der Freisinger Straße geplant, wodurch die Situation für Fußgänger – insbesondere für Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg – wesentlich verbessert wird. Ergänzend dazu erfolgt eine Neuordnung der Parkplatzsituation, um eine klarere und sicherere Verkehrsführung zu gewährleisten. Weitere Maßnahmen betreffen die Optimierung der Kreuzungsbereiche im Abschnitt Atto-Straße sowie M.-H.-Hueber-Straße mit der Freisinger Straße. Durch gezielte bauliche Anpassungen sollen hier Konfliktpunkte reduziert und die Übersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Insgesamt tragen diese Maßnahmen maßgeblich dazu bei, die Freisinger Straße sowohl funktional als auch gestalterisch aufzuwerten.
Für das Erlebnisbad Acquafun sind rund 350.000 Euro für außerordentliche Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen vorgesehen. Diese umfassen unter anderem die Sanierung der Duschanlagen, notwendige Arbeiten in der Restaurantküche sowie die Errichtung einer neuen Theke im Saunabereich. Zusätzlich werden Mittel für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Bades bereitgestellt, insbesondere für die Planung einer modernen Familien-Wasserattraktion mit neuer Rutsche sowie für die Aufwertung des Außenbereichs.
Auch im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden gezielte Maßnahmen umgesetzt. So sind rund 50.000 Euro für Klimaschutzmaßnahmen vorgesehen. Weitere 55.000 Euro werden in die Anbindung der alten Feuerwehrhalle in Innichen an das Fernwärmenetz investiert. Diese Maßnahme wird notwendig, da im Frühjahr des kommenden Jahres das WFO-Gebäude abgebrochen wird und das ehemalige Feuerwehrgerätehaus künftig eine eigenständige Versorgung mit Trinkwasser und Wärme sicherstellen muss.
Darüber hinaus werden finanzielle Mittel zur Verbesserung der Mobilität und der öffentlichen Sicherheit bereitgestellt. Geplant ist unter anderem die Schaffung eines öffentlichen Fußgängerdurchgangs von der Peter-Paul-Rainer-Straße in die Färberstraße. Ebenso werden Planung und Bauleitung für die Neugestaltung des Flora-Platzls finanziert, mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone nachhaltig zu steigern.
Neben den Investitionen werden auch gezielte Beiträge an Vereine und Institutionen gewährt, um das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Gemeinde weiter zu stärken. Dazu zählen unter anderem Unterstützungen für das Stiftsmuseum zur Anpassung an neue Brandschutzbestimmungen, für den Tourismusverein zur Neugestaltung des Gartens des Franziskanerklosters sowie für den ASV Handball 3 Zinnen für den Ankauf eines neuen Vereinsbusses. Zudem wird ein Betrag von 96.000 Euro für einmalige Ausgaben im Zusammenhang mit dem Sozialzentrum in Toblach bereitgestellt, an dem die Gemeinde Innichen als Miteigentümer beteiligt ist.
Weitere rund 120.000 Euro entfallen auf Mehrausgaben für die Planung und Projektprüfung zur Sanierung und Erweiterung des Zivilschutzzentrums von Innichen, beschränkt auf den Bereich des Weißen Kreuzes, Sektion Innichen. Für den Gemeindebauhof ist zudem eine weitere Modernisierung durch den Ankauf eines neuen Transportfahrzeuges vorgesehen. Ein bedeutender Anteil in Höhe von 730.000 Euro wird für die vorzeitige Tilgung von Darlehen aus dem Rotationsfonds verwendet. Darüber hinaus werden 114.000 Euro an die Familien als Müll-Ausgleichsbetrag für Mehreinnahmen im Jahr 2024 rückerstattet.
Mit dieser ersten Anwendung des Verwaltungsüberschusses setzt die Gemeinde Innichen ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung. Die gezielte Verwendung der Mittel ermöglicht es, wichtige Projekte umzusetzen, die Lebensqualität der Bevölkerung weiter zu verbessern und gleichzeitig die infrastrukturellen Grundlagen für kommende Generationen zu stärken.
Auch nach dieser ersten Verwendung verbleiben finanzielle Spielräume für zukünftige Maßnahmen.

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