Den Grünen muss man ein Lob Ausssprechen,da der Einsatz eines Tasers oder Gewehr keine Lösung sind06 / 05 / 2026
Gegen Einführung von Tasern bei der Stadtpolizei
Die Grünen sprechen sich klar gegen die geplante Einführung von Tasern bei der Stadtpolizei Bozen aus. Was als „milderes Mittel“ dargestellt wird, ist rechtlich und faktisch eine Waffe.
Der Taser immobilisiert Menschen durch Stromstöße. Auch wenn er als „nicht tödlich“ gilt, ist er nicht harmlos. Gesundheitliche Risiken – insbesondere für Menschen unter Stress, Alkohol- oder Medikamenteneinfluss – sind bekannt und werden selbst in den Richtlinien angeführt.
Aus Sicht der Grünen besteht die Gefahr, dass mit dem Taser die Schwelle zur Anwendung von Gewalt sinkt. „Ein Instrument, das einfacher einsetzbar ist als eine Schusswaffe, wird auch häufiger eingesetzt. Das verändert den polizeilichen Alltag“, so Gemeinderätin Cornelia Brugger.
Gleichzeitig wird eine große Verantwortung auf die einzelnen Beamtinnen und Beamten übertragen. Sie müssen in Sekunden entscheiden, ob der Einsatz verhältnismäßig ist – mit potenziell schwerwiegenden Folgen für die betroffene Person. „Das ist keine Entlastung für die Polizei, sondern eine zusätzliche Belastung“, betont Brugger.
Die Grünen sehen in der Einführung des Tasers keine nachhaltige Antwort auf Sicherheitsfragen. Stattdessen brauche es Investitionen in Prävention, Deeskalation und soziale Maßnahmen. Sicherheit entstehe nicht durch mehr Waffen, sondern durch funktionierende Strukturen und Beziehungen.
„Wir lösen komplexe Konflikte nicht mit Strom“, so Brugger abschließend.
Die Grünen werden daher gegen die Einführung des Tasers stimmen.
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