Jugendarmut – Wege aus der Not06 / 05 / 2026

Rund 20 Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit (MOJA) aus Südtirol und Tirol trafen sich kürzlich in Bozen zu einem Fachtag mit dem Titel „Jugendarmut – Wege aus der Not“. Sie diskutierten über Unterstützungsmöglichkeiten in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Existenzsicherung. Die Veranstaltung wurde von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der Plattform Offene Jugendarbeit Tirol (POJAT) organisiert. Jugendarmut ist ein wichtiges Thema, das nicht nur in Südtirol, sondern auch außerhalb präsent ist. Der Tagungsort war das spendenfinanzierte Dormizil in Bozen, wo Paul Tschigg und Sozialbetreuerin Monika Stuefer das „Housing First“-Konzept vorstellten. Dieses Modell setzt die bedingungslose Bereitstellung von Wohnraum an erste Stelle. „Wohnen ist ein Menschenrecht“, erklärten die Verantwortlichen. Ein Rundgang bot den Fachkräften Einblicke in die praktische Umsetzung dieses Ansatzes.
Im interaktiven Teil erarbeiteten die Teilnehmenden Strategien zu vier Kernthemen:
· Prävention: Früherkennung von Armutsrisiken.
· Finanzkompetenz: Unterstützung für finanzielle Selbstständigkeit.
· Stigmatisierung: Umgang mit der Abwertung einkommensschwacher Jugendgruppen.
· Systemvergleich: Austausch über soziale Sicherungssysteme in Tirol und Südtirol.
„Armut bei jungen Menschen ist oft unsichtbar und schambehaftet“, resümierten die Organisatoren. „Die Mobile Jugendarbeit ist eine wichtige Brücke, um Betroffene zu unterstützen.“
Das Dormizil ist auf Spenden und ehrenamtliche Hilfe angewiesen. Interessierte können Informationen über Nacht- oder Frühstücksdienste im Winter-Nachtquartier auf http://www.dormizil.org finden.
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