Zuverlässigkeit der Verbindungen verbessern, die Sicherheit erhöhen und Alternativen zum privaten Auto stärken06 / 05 / 2026

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Zuverlässigkeit der Verbindungen verbessern, die Sicherheit erhöhen und Alternativen zum privaten Auto stärken06 / 05 / 2026

Zuverlässigkeit der Verbindungen verbessern, die Sicherheit erhöhen und Alternativen zum privaten Auto stärken<span class="aero-title-date">06 / 05 / 2026</span>

Die Verbindungen zuverlässig, sicher und nachhaltig zu gestalten, ist das Ziel von Landesrat Alfreider im Bezirk Überetsch-Unterland. Gemeinden, Bürger und betroffene Gebiete werden in die Planung von Bahnverkehr, Straßen, Sicherheit, öffentlichem Verkehr und Radwegen einbezogen. Bei der Sondersitzung der Landesregierung in Auer stellte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider die wichtigsten Projekte für das Unterland und das Überetsch vor. „Wir wollen die Zuverlässigkeit erhöhen, die Sicherheit verbessern und Alternativen zum Auto fördern“, sagte Alfreider nach der Sitzung. „Die meisten Projekte sind komplex und erfordern Abstimmungen mit Rom, RFI, den Gemeinden und der Bevölkerung.“ Ein zentrales Projekt ist der Ausbau der Bahn zwischen Bozen und Meran. „Das zweite Gleis bringt Stabilität in den Fahrplan und schnellere Verbindungen“, erklärte der Landesrat. Der Austausch mit Grundstückbesitzern und Gemeinden läuft konstruktiv, und der nächste Schritt ist die Eintragung der Trasse in den Bauleitplan.

Auch im Unterland sei das Potential der Bahn als Rückgrat des öffentlichen Personenverkehrs noch ausbaufähig: „Hier treffen auf derselben Infrastruktur Regionalverkehr, Fernverkehr und Güterverkehr aufeinander. Die Schwierigkeiten bei Pünktlichkeit und Kapazität hängen vor allem mit der starken Auslastung der Bahnlinie zusammen“, erklärte der Landesrat.

Zulaufstrecken: Projektstand im Bereich Branzoll

Ein weiteres Thema war der Projektstand der südlichen Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel. Mit der Planung der Bahn-Umfahrung von Bozen wurde Italferr vom Schienennetzbetreiber RFI beauftragt. Dabei handelt es sich um ein komplexes Vorhaben, das technische, hydrogeologische und territoriale Vertiefungen erfordert. „Sobald ein erstes Projekt vorliegt, werden wir gemeinsam mit der BBT-Beobachtungsstelle den vorgesehenen öffentlichen Dialog starten. Dabei und im Austausch mit den Gemeinden kann das Projekt optimiert werden, wie dies bereits im Eisacktal erfolgreich umgesetzt wurde“, sagte Alfreider.

Auch die Weiterführung der Zulaufstrecke von Branzoll in Richtung Salurn wurde thematisiert. „Für die Weiterführung Richtung Süden sind in Rom derzeit noch keine Mittel vorgesehen“, stellte Alfreider klar. „Umso wichtiger ist es, dass wir eine klare Botschaft senden: Projektqualität, Landschaftsschutz und lokale Einbindung müssen Teil jeder künftigen Entscheidung sein.“ Dafür sei die Eintragung der Trasse in die Bauleitpläne eine unabdingbare Maßnahme, um in Rom eine zeitnahe Finanzierung erwirken zu können.

Überetsch: Busspuren, Sicherheit und Radwegenetz

Für das Überetsch stellte der Landesrat die Vision einer besseren Verbindung mit Bozen vor. Im Mittelpunkt stehen dabei Verkehrssicherheit, öffentlicher Verkehr und Radmobilität. Noch innerhalb des Monats Mai ist ein erster wichtiger formeller Schritt für die Umgestaltung der Ein- und Ausfahrt der MeBo bei Eppan vorgesehen; schon bald kann die Baustelle eingerichtet werden.

Auch die Fortführung der Vorzugsspur für die Überetscher Buslinien zwischen Pillhof und St. Michael wird vorangetrieben. Die Ausschreibung der Planung wird in Kürze veröffentlicht. Das in den vergangenen Jahren entwickelte Projekt im Bereich Pillhof wird derzeit angepasst. Dabei wird die Anbindung an das Radwegenetz vertieft und die Anregungen der Teilnehmenden des Infodays auf ihre technische Machbarkeit geprüft.

„In Bezug auf das übergemeindliche Radwegenetz haben wir in den vergangenen vier Jahren die Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland und die Gemeinden mit knapp 14 Millionen Euro unterstützt“, berichtete Alfreider. Unter anderem sei der Bahnhof Leifers an die Hauptachse angebunden und die LED-Beleuchtung für den Radwegabschnitt Kaltern-Eppan-Bozen angebracht worden.

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