Bozen muss in Zukunft Gebäude mit bis zu 12 Stockwerke errichten,um den knappen Baugrund Herr zu werden.07 / 05 / 2026

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Bozen muss in Zukunft Gebäude mit bis zu 12 Stockwerke errichten,um den knappen Baugrund Herr zu werden.07 / 05 / 2026

Bozen muss in Zukunft Gebäude mit bis zu 12 Stockwerke errichten,um den knappen Baugrund Herr zu werden.<span class="aero-title-date">07 / 05 / 2026</span>

Laut Baukollegium werden bis 2038 etwa 19.000 neue Wohnungen benötigt. Dafür müssen neue Wohnbauzonen ausgewiesen werden.Bauen wir in die Höhe von mindestens 12 Stockwerken.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Südtiroler Baukollegiums im Bozner Drusus-Stadion ging es um den Bodenverbrauch. Es wurde diskutiert, ob Entwicklung notwendig ist oder im Widerspruch zu einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden steht. Präsident Christian Egartner verwies auf Bevölkerungsprognosen, laut denen es 2038 in Südtirol fast 19.000 Haushalte mehr geben wird. „Wir brauchen also in den nächsten zwölf Jahren ebenso viele zusätzliche Wohnungen“, so Egartner.

Diesen Bedarf“, betonte er, „müssen wir durch die Ausweisung neuer Baurechte decken.“ Es sei richtig und wichtig, auch im Bestand zu bauen und auch auf den Leerstand zurückzugreifen. „Jedoch werden wir den Bedarf Südtirols an neuen Wohnungen nicht allein durch Bauen im Bestand decken können. Wir brauchen deshalb auch weiterhin die Ausweisung neuer Wohnbauzonen.“

Egartner wies darauf hin, dass acht Jahre nach Genehmigung des Gesetzes nur zehn der 116 Gemeinden ein genehmigtes Gemeindeentwicklungsprogramm haben. „Ohne Gemeindeentwicklungsplan ist Entwicklung zwar möglich, aber eingeschränkt“, erklärte der Chef des Baukollegiums. Er forderte die Gemeinden auf, die Siedlungsgrenzen nicht zu eng festzulegen: „Nicht alles muss sofort verbaut werden, aber Entwicklung ist erlaubt. Eine Gemeinde kann auf die Bedürfnisse ihrer Bürger reagieren und mehr Siedlungsmöglichkeiten können die Grundstückspreise durch mehr Konkurrenz senken.“Das Baukollegium hat ermittelt, dass rund 357 Hektar neuer Wohnbauzonen benötigt werden, um den zusätzlichen Wohnungsbedarf in Südtirol bis 2038 zu decken, basierend auf dem Schnitt von 53 Wohnungen pro Hektar. Aufgerundet auf 400 Hektar entspricht dies nur 3,4 Prozent des noch erschließbaren Dauersiedlungsgebietes, wie vom Statistikinstitut ASTAT definiert. „Wir müssen dringend handeln, sonst wird es für Südtirol schwieriger, junge Menschen und Talente zu halten, attraktiv für Studierende und Mitarbeitende zu sein und die Gesellschaft weiterzuentwickeln“, betonte Christian Egartner in seiner Rede.

Die Situation ist momentan schwierig. In den letzten drei Jahren wurden in Südtirol nur 16 Hektar für 720 neue Wohnungen ausgewiesen. Bis 2038 brauchen wir jedoch 18.786 neue Wohnungen. Wenn wir so weitermachen, erreichen wir diese Zahl erst in 26 Jahren, also 2052. Der Ernst der Lage ist offenbar noch nicht erkannt worden. Egartner fordert: „Wir müssen endlich handeln und in Südtirol Entwicklung zulassen – für uns und unsere Nachkommen.“Nicht in die weite sondern in die Höhe müssen wir in Bozen bauen.

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