Bahnhof Bozen ein Milliarden Budget09 / 05 / 2026
Die Landesregierung hat am 8. Mai die aktualisierten technischen Eigenschaften des neuen Zugwartungszentrums in Bozen Süd genehmigt. Das Zentrum, das südlich des Bahnhofs Bozen entsteht, wird für die Wartung der Zugflotte, insbesondere der Coradia Stream ETR 160, genutzt. Ziel ist es, die Wartungsprozesse zu optimieren und die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs in Südtirol zu erhöhen.
Im Vergleich zur ursprünglichen Planung wurde das Projekt an die weiterentwickelten technischen und betrieblichen Anforderungen des Bahnsystems angepasst. Vorgesehen sind unter anderem die Erweiterung der Werkstatthalle, hochspezialisierte technische Anlagen, neue Flächen für die Lagerung von Ersatzmaterialien, ausgestattete Bereiche für Reinigung und Wasserversorgung der Züge, eine Neuordnung des Gleisplans sowie ein integriertes Eisenbahnsicherungssystem, das mit den neuen RFI-Systemen (Rete Ferroviaria Italiana – italienischer Schienennetzbetreiber) auf der Brennerstrecke kompatibel ist.
„Mit dem neuen Wartungszentrum in Bozen Süd investieren wir in die Qualität des Bahnverkehrs“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Eine moderne Bahn besteht nicht nur aus neuen Zügen, sondern auch aus Infrastrukturen, die diese täglich effizient, sauber und verlässlich im Einsatz halten. Bozen Süd wird damit zu einem strategischen Baustein für das gesamte System: mehr Wartung in Südtirol und effizientere Abläufe; dies bringt indirekt auch Vorteile für einen besseren Dienst für alle Fahrgäste.“
Das Vorhaben berücksichtigt auch die künftige Struktur des landesweiten Eisenbahnnetzes, insbesondere die Elektrifizierung der Vinschger Bahn. Das neue Zentrum ermöglicht eine bessere Organisation der nächtlichen Abstellung und Wartung der Züge an den Bahnhöfen Mals, Innichen und Bozen. In der Planung wurden zudem Überschneidungen mit weiteren Infrastrukturmaßnahmen im Bereich Bozen Süd berücksichtigt, darunter das dritte Gleis mit dem Virgltunnel sowie die Straßenunterführung in der A.-Grandi-Straße.
Die aktualisierten Gesamtkosten des Bauvorhabens belaufen sich auf 59,9 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren wurden bereits 23,03 Millionen Euro bereitgestellt. Mit dem neuen Beschluss gewährt die Landesregierung der Südtiroler Transportstrukturen AG STA einen ergänzenden Investitionsbeitrag von 36,87 Millionen Euro, aufgeteilt auf die Jahre 2026, 2027 und 2028.
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