Ötzi-Mumie: Erneuerung der Kühlzelle genehmigt09 / 05 / 2026
Laut Landesregierungsbeschluss erhält der Ötzi ein modernes und energieeffizientes Kühlsystem, da die alte Anlage seit 25 Jahren in Betrieb ist. Die Investition beträgt 1,7 Millionen Euro. Am 8. Mai genehmigte die Landesregierung auf Vorschlag von Landesrat Christian Bianchi das Projekt zur Erneuerung der Kühlanlage im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, um die weltbekannte Mumie zu konservieren. Die bestehende Anlage wird komplett ersetzt, da sie veraltet ist. Ziel ist es, höhere Standards in Zuverlässigkeit, Sicherheit und Energieeffizienz zu erreichen. „Mit dieser Investition sorgen wir für den besten Schutz der Similaun-Mumie und für mehr Sicherheit und Verbesserungen“, sagte Landesrat Bianchi bei einer Pressekonferenz. Die neue Anlage wird so gestaltet, dass sie konstante klimatische Bedingungen gewährleistet, was für die Erhaltung der Mumie notwendig ist. Zusätzlich sind Sicherheitsmaßnahmen wie doppelte Kühlmaschinen und Backup-Systeme vorgesehen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren.
Die Arbeiten umfassen den Abbau der bestehenden Anlage. Danach werden neue Kühlgeräte installiert. Geplant sind außerdem neue luftgekühlte Kondensatoren, Tanks und Pumpengruppen. Zusätzlich wird eine Kältemaschine für den Notfall vorbereitet.
Besonderes Augenmerk liegt auf Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. So werden Kältemittel mit geringer Umweltbelastung eingesetzt. Die Anlage nutzt Inverter-Regelungen und ein modernes digitales System für eine laufende Überwachung und Steuerung des Betriebs.
Während der Arbeiten bleibt Ötzi im Museum. Die Mumie wird in einem speziell angefertigten Gefrierschrank aufbewahrt. So sollen die notwendigen Konservierungsbedingungen jederzeit erhalten bleiben, ohne dass die Mumie transportiert werden muss. Die Arbeiten sind zwischen Jänner und März 2027 vorgesehen. In dieser Zeit wird die Mumie für etwa fünf Wochen nicht sichtbar sein.
In das Vorhaben werden voraussichtlich rund 1,7 Millionen Euro investiert. Die Finanzierung erfolgt über die im Landeshaushalt 2026–2028 vorgesehenen Gelder.
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