Bozens Schandfleck vom Faschismus geprägt13 / 07 / 2026
Vor 100 Jahren begann der Bau des faschistischen Siegesdenkmals in Bozen.
Vor 100 Jahren wurde von dem faschistischen Regime der Grundstein für das Bozner Siegesdenkmal gelegt, am Todestag des italienischen Irredentisten Cesare Battisti. Zwei Jahre später wurde das Monument eingeweiht, um den italienischen Sieg im Ersten Weltkrieg über Österreich-Ungarn zu verherrlichen und den Herrschaftsanspruch Italiens über Südtirol zu untermauern.
Seit Einrichtung des Dokumentationszentrums im Jahr 2014 mit Landeshauptmann Luis Durnwalder ,wurde das Monument in Bozen zusammen mit anderen Erinnerungsorten verändert, um den Faschismus und Nationalsozialismus zu thematisieren. Laut einem Historiker muss sich jede Generation damit auseinandersetzen, und heute ist das in Bozen gut möglich. Dennoch gibt es immer wieder Kritik am Denkmal, insbesondere von Opferverbänden und Teilen der Politik, die es als Symbol der faschistischen Unterdrückung ansehen. Der Südtiroler Heimatbund bezeichnet die 100 Jahre des Siegesdenkmals als „Jubiläum der Schande“ und argumentiert, es habe nur dem Zweck gedient, den Faschismus zu verherrlichen. Zudem wird das Dokumentationszentrum als unzureichender Kompromiss angesehen, da wichtige Dokumente wie die Brandstätter-Liste von 348 Bozner Bürgern nicht erfasst wurden, die für ihren Protest gegen den Bau denunziert und drangsaliert wurden.
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