Schotterstreit mit Politischen Neid13 / 07 / 2026
Der Streit um die Schottergrube Sarns im Eisacktal liegt wieder beim Verwaltungsgericht. Die Baufirma OM hat gegen die Ablehnung des Landes Einspruch erhoben. Der Konflikt um die Schottergrube in Sarns bei Brixen zeigt das Dilemma in Südtirol. Einerseits braucht die lokale Bauwirtschaft Sand, Schotter und Steine für verschiedene Bauprojekte. Andererseits wehren sich Umweltverbände und Gemeinden gegen neue Schottergruben wegen Lärm, Staub und Verkehr. Die Pläne für die Schottergrube Sarns sind erneut im Rechtsstreit.
Vor Jahren beantragte das Brixner Tiefbauunternehmen OM den Schotterabbau auf einer Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern für sieben Jahre, um über 155.000 Kubikmeter Schotter abzubauen und zur Aufbereitung in die nahe Industriezone zu transportieren, was insgesamt 11.000 Lkw-Hin- und Rückfahrten erfordert hätte. Das Areal, umgeben von Obstwiesen und nahe der Fraktion Sarns, stieß auf großen Widerstand der Bevölkerung und der Gemeinde Brixen, die gegen das genehmigte Schotterprojekt arbeitete. Im Mai 2025 stoppte das Verwaltungsgericht das Projekt wegen der Nähe zum Wohngebiet sowie aus Landschafts- und Ensembleschutzgründen. Im August 2025 reichte OM überraschend denselben Antrag erneut ein, der jedoch negativ begutachtet wurde. Wirtschaftslandesrat Marco Galateo meldete, dass die Abteilung Wirtschaftsentwicklung am 27. März 2026 die Eröffnung der Schottergrube Sarns per Dekret ablehnte. Die Baufirma OM von Markus Obexer legte jedoch am 9. Juni Rekurs gegen das Ablehnungsdekrete beim Verwaltungsgericht und der Gemeinde Brixen ein und beantragte die Aufhebung. In Südtirol laufen derzeit sieben Genehmigungsverfahren für neue Schottergruben und vier für Erweiterungen.
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