Gerichtsgebäude-Einsturz in Bozen21 / 07 / 2026
Grüne und Freiheitliche haben unterschiedliche Visionen für die Zukunft des Justizstandorts in Südtirol
Der Teileinsturz des Bozner Gerichtsgebäudes hat eine politische Debatte über die Zukunft des Justizstandorts und den Umgang mit Bauten aus der Faschismuszeit ausgelöst. Die Grünen sehen den Vorfall als Anlass, die Diskussion über faschistische Architektur zu versachlichen und historische Gebäude einzuordnen.
Die Freiheitlichen setzen einen anderen Schwerpunkt und fordern einen neuen, zentralen Justizcampus in Bozen. Der freiheitliche Vizeobmann Otto Mahlknecht zeigt auf, dass Bozen einen modernen Justizcampus benötigt, der alle Gerichte und Justizdienste an einem Standort bündelt.
Der Einsturz des Gerichtsgebäudes hat auch die Frage nach der Effizienz der Justiz in Südtirol aufgeworfen. Laut EU-Justizbarometer 2026 dauerten streitige Zivil- und Handelssachen in Italien im Durchschnitt knapp 590 Tage.
Die Grüne Landtagsfraktion kündigt einen Antrag an, mit dem Südtirol der europäischen Kulturroute „ATRIUM“ beitreten soll, um den historischen Austausch und die Erinnerungskultur zu fördern.
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