Weinbau im Klimawandel: Neue Wege für Südtirol22 / 07 / 2026
Forschung der Freien Universität Bozen zeigt Anpassungsmöglichkeiten für den Weinbau in Berglagen auf
Der Klimawandel stellt den Weinbau in Südtirol vor große Herausforderungen. Steigende Temperaturen und häufigere Trockenperioden gefährden die Qualität der Trauben und der Weine. Die Forschungsgruppe für Baum-Ökophysiologie der Freien Universität Bozen hat daher zwei Studien durchgeführt, um Lösungen für diese Probleme zu finden.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine gezielte Bewässerung, die Wahl klimaresilienter Rebsorten und Maßnahmen zur Verzögerung der Traubenreife vielversprechende Ansätze sind. So kann beispielsweise ein Antitranspirationsmittel auf Basis von Pinolen die Traubenreife um rund zehn Tage verzögern.
Die Studien zeigen auch, dass die Wahl der Rebsorte künftig eine wichtige Rolle bei der Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen spielen wird. Während Sauvignon Blanc als besonders empfindlich gegenüber Trockenheit erwies, zeigte sich Chardonnay als deutlich weniger empfindlich.
Durch die Kombination dieser Maßnahmen und eine an die lokalen Bedingungen angepasste Bewirtschaftung können Winzerinnen und Winzer die Qualität ihrer Weine auch in Zeiten des Klimawandels bewahren.
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