SVP warnt vor rechtsextremem Einfluss bei Südtiroler Jugendtreffen26 / 08 / 2026
Die Südtiroler Freiheit lud einen AfD-Vertreter ein, was die SVP als gefährliche Verharmlosung rechter Ideologien bezeichnet
Am 12. September organisierte die Süd‑Tiroler Freiheit ein Landesjugendtreffen, zu dem der AfD‑Jugendführer Jean‑Pascal Hohm eingeladen wurde. Hohm, Vorsitzender der Generation Deutschland und vom Brandenburger Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft, löste damit sofort heftige Kritik seitens der Südtiroler Volkspartei (SVP) aus.
SVP‑Wirtschaftsvorsitzender Josef Tschöll bezeichnete die Einladung als „fatales Signal“ und warnt, dass Südtirol nicht zum Spielplatz des europäischen Rechtsaußen‑Spektrums werden dürfe. Er forderte die Landesjugendsprecherin Melanie Mair auf, das Verhalten zu prüfen und gegebenenfalls disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen die Süd‑Tiroler Freiheit zu erwägen.
Anna Künig, Vorsitzende der Jungen Generation, betonte, dass die Jugend Weltoffenheit, europäische Werte und konkrete Zukunftsperspektiven brauche. Sie kritisierte die AfD für Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung und erinnerte daran, dass Südtirol bereits unter nationalistischer Unterdrückung gelitten habe – ein Erbe, das nicht wiederholt werden dürfe.
Beide SVP‑Vertreter stellten fest, dass weder die AfD noch die Süd‑Tiroler Freiheit Antworten auf die drängenden Probleme junger Menschen bieten – von Bildung über Arbeitsmarkt bis hin zu bezahlbarem Wohnen. Sie appellieren an Politik und Gesellschaft, statt Feindbilder zu schaffen, echte Lösungen für eine friedliche und sichere Zukunft zu entwickeln.
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