Neue Kooperationsvereinbarung stärkt ladinische Musikschulen nachhaltig in Südtirol29 / 08 / 2026
Landesräte unterzeichnen Rahmenvertrag, der regelmäßige Treffen, Ressourcenplanung und Sprachförderung für ladinische Musikschulen festlegt und stärkt die Zusammenarbeit
Am 28. August haben die Landesräte Daniel Alfreider und Philipp Achammer in Bozen eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen der ladinischen Bildungs‑ und Kulturdirektion und der Deutschen Bildungsdirektion unterzeichnet. Die Vereinbarung knüpft an das Abkommen von 2012 an, das die Leitung der ladinischen Musikschulen in den Zuständigkeitsbereich der deutschen Musikschulen überführte. Ziel ist, die musikalische Bildungslandschaft Südtirols gemeinsam weiterzuentwickeln und dabei die Besonderheiten der ladinischen Gemeinden zu berücksichtigen.
Kern der neuen Regelung sind regelmäßige Koordinierungstreffen, in denen Lehrplananpassungen, Schulplanungen, personelle und finanzielle Ressourcen sowie gemeinsame Projekte diskutiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Schulen und den Musikschulen, etwa durch gemeinsame Konzerte, Workshops oder interkulturelle Projekte, die die ladinische Sprache sichtbar machen.
Landesrat Alfreider betont, dass die ladinischen Musikschulen seit fünf Jahrzehnten ein unverzichtbarer Teil des Familienlebens in den Tälern seien und nun durch die Vereinbarung besser unterstützt werden. Achammer ergänzt, dass stabile Strukturen notwendig seien, um den sprachlichen und kulturellen Besonderheiten gerecht zu werden. Auch der ladinische Bildungs‑ und Kulturdirektor André Comploi sieht in der neuen Rahmenvereinbarung eine klare Basis für kontinuierlichen Austausch.
Die Bildungsdirektoren Gustav Tschenett und Alexandra Pedrotti sehen in den regelmäßigen Treffen ein Mittel, unterschiedliche Perspektiven zu bündeln und den Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten zu bieten, Musik zu erleben und gleichzeitig die ladinische Sprache aktiv zu nutzen. Damit soll die kulturelle Vielfalt Südtirols nachhaltig gefördert werden.
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