Grenzüberschreitende Wirtschaftsstärkung: Euregio-Tagung in Alpbach begeistert Führungskräfte und Politik01 / 09 / 2026
Bei dem 25. Treffen diskutierten Kammern aus Tirol, Südtirol und Trentino über demografischen Wandel, Fachkräftemangel und Bürokratieabbau.
Am Wochenende trafen sich die Spitzen der Wirtschaftskammer Tirol sowie die Handelskammern von Bozen und Trentino im alpinen Dorf Alpbach. Beim 25. Euregio‑Treffen standen die aktuelle Konjunktur und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus. Neben intensiven Gesprächen nutzten die Delegierten das Rahmenprogramm des Europäischen Forums Alpbach, um Netzwerke zu stärken und gemeinsame Zukunftsstrategien zu erarbeiten.
Ein zentrales Thema war der demografische Wandel. Die Handelskammer Bozen zeigte, dass über 7 000 Südtiroler Betriebe bereits übergabefähige Leitungen haben, die älter als 62 Jahre sind. Die Kammer Trient warnte vor einer Überalterung: Bis 2040 könnte die erwerbsfähige Bevölkerung um 9 % schrumpfen. Die Initiative „Talente Aperitivi“ vernetzt Studierende mit heimischen Firmen, um den Fachkräftemangel zu mildern.
Die Kammern kritisierten zudem die vorschnelle Umsetzung europäischer Vorgaben. Barbara Thaler verwies auf das EU‑Projekt „Stop the Clock“ und die Omnibus‑Pakete, die zeigen, dass Regelungen flexibel angepasst werden können. Sie forderte mehr Mut, bei überzogenen Vorgaben die Stopp‑Taste zu drücken, um Unternehmen vor unnötiger Bürokratie zu schützen.
Die Delegierten nahmen an der Preisverleihung des Jungforscher‑ und Innovationspreises teil und diskutierten im Euregio‑Summit, wie grenzüberschreitende Kooperation Europa wettbewerbsfähig hält.
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