Wasserkrise in Südtirol: Neuer Plan und unabhängige Regulierungsbehörde gefordert04 / 09 / 2026

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Wasserkrise in Südtirol: Neuer Plan und unabhängige Regulierungsbehörde gefordert04 / 09 / 2026

Wasserkrise in Südtirol: Neuer Plan und unabhängige Regulierungsbehörde gefordert<span class="hitradio-master-datum">04 / 09 / 2026</span>

Der Verbraucherschutz fordert transparente Wasserbilanz, verbindlichen Bewirtschaftungsplan und eine eigenständige Behörde für Wasser‑ und Strompolitik zur Sicherung

In Südtirol steigen die Sorgen über Trockenheit, steigende Temperaturen und sinkende Wasserverfügbarkeit. Der Verbraucherschutzverein Robin weist darauf hin, dass aktuelle Zahlen zur jährlichen Wasserentnahme und zu den Stauseen‑Kapazitäten kaum aussagekräftig seien und fordert eine klare, gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung der Ressource.

Kernpunkt ist eine lückenlose Wasserbilanz, die alle Entnahmen, Rückflüsse, Speicherstände und Verluste erfasst. Nur mit einem verbindlichen Wasserbewirtschaftungsplan könne man die wachsenden Zielkonflikte zwischen Trinkwasser, Landwirtschaft, Wasserkraft, Industrie, Tourismus und Naturschutz, die durch den Klimawandel verschärft werden, lösen.

Robin schlägt deshalb die Schaffung einer unabhängigen Regulierungsbehörde für Wasser und Strom vor, ähnlich der italienischen ARERA. Diese sollte Tarife, Investitionen und Versorgungssicherheit festlegen und dabei den Grundbedarf sowie besonders sensible Nutzungen sichern. Gleichzeitig warnt der Verein vor vorschnellen Neubau von Speicherbecken, solange keine belastbare Wasserbilanz vorliegt.

Statt teurer Reservoirprojekte fordert Robin vorrangig die Sanierung undichter Leitungen, die Nutzung von Regenwasser, Grundwasseranreicherung und die Wiederverwendung von Wasser. Wie Geschäftsführer Walther Andreaus betont: „Wasser darf nicht länger zum Nulltarif vergeben werden – Kostenwahrheit und Transparenz sind unabdingbar.“

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