Neues Zusatzmodell stärkt Hausärzte und ländliche Versorgung in Südtirol09 / 09 / 2026  |  Robert

Sudtiroler_pressedienst
Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Neues Zusatzmodell stärkt Hausärzte und ländliche Versorgung in Südtirol09 / 09 / 2026  |  Robert

Neues Zusatzmodell stärkt Hausärzte und ländliche Versorgung in Südtirol<span class="hitradio-master-datum">09 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Nach zweijähriger Verhandlung sichern Land und Gewerkschaften höhere Vergütung, erweiterte Leistungen und Förderung peripherer Praxen.

Am 8. September wurde in Bozen der Entwurf des Landeszusatzvertrags für die Allgemeinmedizin feierlich unterzeichnet. Anwesend waren die öffentliche Delegation des Landes Südtirol, Vertreter des Sanitätsbetriebs sowie die drei Fachgewerkschaften SNAMI, FIMMG und SMI. Nach fast zwei Jahren intensiver Verhandlungen markiert das Abkommen einen Meilenstein für die wohnortnahe Gesundheitsversorgung und unterstreicht das gemeinsame Bestreben, die medizinische Grundversorgung im Land zu stärken.

Der Vertrag sieht eine über dem staatlichen Kollektivvertrag liegende Vergütung für Hausärzte in den Gemeinschaftshäusern vor und erweitert die sogenannten Leistungen von besonderem beruflichem Aufwand. Dazu gehören diagnostische Tätigkeiten, eine intensivere Betreuung in peripheren Regionen und in Seniorenwohnheimen. Für diese zusätzlichen Aufgaben hat die Landesregierung ein Budget von über acht Millionen Euro bereitgestellt, um Anreize zu schaffen und den Ärzten die notwendige Ausstattung zu sichern.

Gesundheitslandesrat Hubert Messner betonte die Bedeutung des erzielten Kompromisses für die Bevölkerung Südtirols. Der Entwurf wird nun den Kontrollorganen zur Prüfung vorgelegt, bevor die Landesregierung die endgültige Genehmigung erteilt. Ziel ist es, dass das Modell bis Jahresende in Kraft tritt und damit die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten nachhaltig verbessert.

Offizielle Pressepartner