Scheinheilige Mitte: SVP im Widerspruch zwischen Dialog und Rechtsruck09 / 09 / 2026  |  Robert

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Scheinheilige Mitte: SVP im Widerspruch zwischen Dialog und Rechtsruck09 / 09 / 2026  |  Robert

Scheinheilige Mitte: SVP im Widerspruch zwischen Dialog und Rechtsruck<span class="hitradio-master-datum">09 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Die Südtiroler Freiheit kritisiert die SVP für Zusammenarbeit mit Fratelli d’Italia und wirft ihr Doppelmoral im Umgang mit Rechten vor.

In Bozen hat die Bewegung Süd‑Tiroler Freiheit (STF) die Südtiroler Volkspartei (SVP) scharf kritisiert. Der Vorwurf lautet, die SVP praktiziere Doppelmoral: Während sie die AfD‑Kontaktaufnahme der STF als Rechtsradikalismus brandmarkt, regiere sie selbst gemeinsam mit Fratelli d’Italia, einer Partei mit postfaschistischen Wurzeln. Die innere Gruppierung „Soziale Mitte“ der SVP hatte die STF bereits zuvor wegen des Austauschs mit AfD‑Vertretern beanstandet.

Die STF weist darauf hin, dass prominente Fratelli d’Italia‑Politiker wie Marco Galateo und Alessandro Urzì bereits in der Vergangenheit durch Auftritte bei neofaschistischen Veranstaltungen bzw. durch ein Foto vor einem faschistischen Symbol in die Kritik geraten sind. Galateo, stellvertretender Landeshauptmann, und Urzì, Vorsitzender der Sechserkommission für die Autonomieentwicklung, seien Beispiele dafür, dass die SVP bewusst mit umstrittenen Akteuren kooperiere, um ihre Regierungsmehrheit zu sichern.

Für die STF ist politischer Dialog kein Problem, solange er nicht zur Legitimation extremistischer Positionen dient. Sie fordert von der SVP, die eigenen Koalitionspartner kritisch zu hinterfragen und nicht die linke Mitte zu beschuldigen, während sie selbst mit rechten Kräften zusammenarbeitet. Der Vorwurf einer „scheinheiligen Mitte“ wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Spannungsfläche zwischen regionaler Autonomiepolitik und dem wachsenden Einfluss europäisch rechter Parteien.

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