Dorfgasthäuser und Bars: Lebensadern für Südtirols Dörfer im Kampf12 / 09 / 2026 | Robert
Angepasste Förderkriterien sichern die Zukunft kleiner Gaststätten, stärken den sozialen Zusammenhalt und beleben periphere Gemeinden nachhaltig.
Zu Jahresbeginn hat Südtirol die Förderkriterien für die gastgewerbliche Nahversorgung überarbeitet. Das Ergebnis: 47 Betriebe erhalten dieses Jahr Landesmittel, ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Der Hoteliers‑ und Gastwirteverband (HGV), der die Anpassungen aktiv vorangetrieben hat, sieht darin die Bestätigung seiner Forderungen. Präsident Klaus Berger betont, dass frühzeitige Unterstützung verhindert, dass Dorfgasthäuser und Bars komplett verschwinden.
Insbesondere in kleinen, peripheren Ortschaften sind Bars und Gasthäuser mehr als reine Gastronomiebetriebe. Sie fungieren als soziale Treffpunkte, ermöglichen Begegnungen und tragen maßgeblich zur Lebendigkeit des Dorfes bei. Ohne diese Einrichtungen drohen Isolation und wirtschaftlicher Niedergang. HGV‑Direktor Raffael Mooswalder weist darauf hin, dass die Förderung nicht nur betriebswirtschaftliche Entlastung bedeutet, sondern auch das kulturelle Gefüge stärkt.
Der HGV dankt Landesrat Luis Walcher für das politische Eingreifen und fordert, die Förderprogramme langfristig zu verankern. Für die Zukunft sei es entscheidend, weitere kleine Betriebe frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu unterstützen, um die Dorfgemeinschaften zu erhalten. Nur so können Südtirols Dörfer ihre Authentizität bewahren und zugleich wirtschaftlich attraktiv bleiben.
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