Drogenfalle in Burgstall-Afrikaner angezeigt.19 / 09 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

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Drogenfalle in Burgstall-Afrikaner angezeigt.<span class="hitradio-master-datum">19 / 09 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi</span>

31-Jähriger wegen Drogenhandels angezeigt, hatte Kokain, Haschisch und „Blue Punisher“-Tabletten.Carabinieri konnten Erfolge im Drogenschlag verzeichnen.

Der junge Mann wurde wegen persönlicher Nutzung ins Register gemeldet.
Die Carabinieri in Burgstall haben in den letzten Tagen gezielte Kontrollen durchgeführt, um Drogenkriminalität zu verhindern.
Bei den Streifentätigkeiten haben die Beamten zwei Personen überprüft, was zur Unterbrechung eines Drogenhandels und zur Beschlagnahme gefährlicher Substanzen führte.
Der 31-Jährige aus Zentralafrika, der in Burgstall lebt, wurde mit 5 MDMA-Tabletten des Typs „Blue Punisher“, einer kleinen Menge Kokain, Haschisch in Dosen und zwei Joints erwischt, die für den illegalen Drogenmarkt verpackt waren.

Die Verbreitung von hochpotenter Ecstasy-Tablette, genannt Blue Punisher,wo bereits jugendliche Mädchen an einer vermuteten Überdosis innerhalb weniger Tage nacheinander gestorben sind. Die dreieckigen Pillen mit dem Logo des Punisher, einem Antihelden aus den Marvel Comics, scheinen zweieinhalbmal die normale Menge an MDMA, dem Hauptbestandteil des psychoaktiven Drogen, zu enthalten, weshalb bereits eine halbe Tablette lebensgefährlich sein kann.

Blue Punisher ist eine Ecstasy-Pille mit einer besonders hohen Wirkstoffkonzentration. Ecstasy wiederum ist eine synthetische Droge oder Designerdroge. Der Hauptwirkstoff von Ecstasy ist MDMA, das ist die Abkürzung für die chemische Substanz 3,4-Methylendioxymethylamphetamin. In den unzähligen unterschiedlichen Ecstasy-Pillen, die weltweit im Umlauf sind, finden sich aber oft noch weitere psychoaktive (bewusstseinsverändernde) Wirkstoffe.

Wirkmechanismus von MDMA
MDMA ähnelt in seiner chemischen Struktur der Ausgangssubstanz Amphetamin. Amphetamine sind wie Ecstasy bekannt für ihre aufputschende Wirkung. MDMA fördert vor allem die Freisetzung des Neurotransmitters Serotonin. Neurotransmitter sind für die Reizweiterleitung im Nervensystem zuständig. Serotonin, im Volksmund auch als „Glückshormon“ bezeichnet, beeinflusst unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Stimmung, die Gefühle und die Körpertemperatur. Es wirkt aber auch auf andere Botenstoffe, wie zum Beispiel Noradrenalin und Dopamin. Noradrenalin wiederum erhöht zum Beispiel die Herzfrequenz.

Nebenprodukt der medizinischen Forschung
Wie viele andere synthetische Drogen hat auch MDMA seinen Ursprung in der Medizin. Bereits 1912 stellte ein Chemiker MDMA für ein deutsches Pharmaunternehmen her, als er an einem Medikament zur Blutstillung forschte. Es diente der Firma allerdings nur als Zwischenprodukt. Die Substanz MDMA selbst ist – anders als beispielsweise die als Designerdrogen missbrauchten Medikamente Tilidin oder Ketamin – nicht als Arzneimittel vermarktet worden. Lediglich in den 1970er-Jahren haben einige US-Mediziner und -Medizinerinnen MDMA experimentell in der psychiatrischen Therapie eingesetzt. Heute besteht in Fachkreisen Einigkeit darin, dass MDMA keinen therapeutischen Nutzen hat.

Eine rasante Drogenkarriere: aus MDMA wird Ecstasy
Dem nicht vorhandenen medizinischen Nutzen steht eine weltumspannende Erfolgsgeschichte von MDMA als Partydroge gegenüber. Seit den späten 1960er-Jahren wird Ecstasy als illegale Droge in den USA konsumiert. Die Technokultur der 1990er-Jahre hat für eine globale Verbreitung von MDMA gesorgt. Seitdem ist Ecstasy, XTC oder schlicht „E“ aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Nach einem vorübergehenden Rückgang während der Coronapandemie hat der Konsum in Europa wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht. Schätzungen zufolge ist Ecstasy nach Kokain die am zweithäufigsten konsumierte illegale Droge in der EU. Die EU ist außerdem ein wichtiges Herstellungsgebiet, wobei der Großteil der MDMA-Produktion vermutlich in den Niederlanden stattfindet.

Die Verbindung von Ecstasy zur Technoszene dürfte vor allem darauf beruhen, dass MDMA wachhält und das Durchhaltevermögen steigert. Auf Ecstasy können Partyhungrige ganze Nächte durchtanzen. Gerade bei hoch dosierten Pillen wie Blue Punisher kann das (im wahrsten Sinne der Redewendung) bedeuten: „Feiern, bis der Arzt kommt.“

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