Europa muss Innovationen stärken: Industrie fordert neuen Finanzrahmen22 / 09 / 2026 | Robert
In Gesprächen in Mestre und München fordern Unternehmer und EU-Abgeordnete mehr Mittel für Forschung, Wettbewerbsfähigkeit und regionale Entwicklung
Der neue Mehrjährige Finanzrahmen 2028‑2034 steht im Zentrum politischer Verhandlungen und soll Europas Wettbewerbsfähigkeit sichern. Mit rund 409 Milliarden Euro, davon 175 Milliarden für Horizon Europe, will die Kommission Forschung und Innovation stärken. In diesem Kontext trafen sich Vertreter der Confindustria‑Verbände aus Norditalien mit EU‑Parlamentariern in Mestre, um konkrete Forderungen zu formulieren.
Vizepräsidentin Evelyn Kirchmaier vom Unternehmerverband Südtirol betonte, dass Unternehmen außerhalb der Metropolen Innovationsvorsprünge halten müssen. Sie forderte einen Finanzrahmen, der Fördermittel unbürokratisch und planbar direkt zu den Betrieben bringt. Südtiroler Europaabgeordneter Herbert Dorfmann ergänzte, dass neben finanzieller Unterstützung regionaler Spielraum nötig sei, um Mittel effizient einzusetzen und die Kohäsionspolitik ausgewogen zu gestalten.
Parallel dazu diskutierten Industrievertreter und der EVP‑Fraktionsvorsitzende Manfred Weber in München mit Mirco Marchiodi, Direktor des Südtiroler Unternehmerverbands. Sie einigten sich darauf, dass die EU zuerst ihren Binnenmarkt stärken, kritische Abhängigkeiten reduzieren und Bürokratie abbauen müsse. Offene Märkte und neue Freihandelsabkommen, etwa mit Kanada, sollen die Diversifizierung fördern – denn Europa brauche mehr Wettbewerbsfähigkeit, nicht neue Barrieren.
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