Südtirol verlängert Förderpreis für Parkinson-Forschung – ein Gewinn für Wissenschaft22 / 09 / 2026 | Robert
Die Landeskonferenz sichert bis 2028 die zweijährige Auszeichnung und stärkt Forschung an atypischen Parkinson-Syndromen für betroffene Patienten und innovative Therapien
Der frühere Bischof Karl Golser, der 2009 das Amt von Wilhelm Egger übernahm, musste es bereits 2011 wegen eines seltenen, atypischen Parkinson‑Syndroms aufgeben. Die Erkrankung forderte ihr Leben im Dezember 2016. In seiner letzten Phase stand er unter der ärztlichen Betreuung von Prof. Gregor Wenning, Leiter der Abteilung für klinische Neurobiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck. Auf dessen Initiative hin wurde 2015 die Bischof‑Dr‑Karl‑Golser‑Stiftung gegründet, um Wissen über atypische Parkinson‑Syndrome zu verbreiten, Forschung zu fördern und therapeutische Entwicklungen zu unterstützen.
Seit 2022 unterstützt das Land Südtirol die Stiftung mit einem zweijährlichen Wissenschaftspreis von 10.000 Euro. Landesrat Philipp Achammer betont, dass gerade bei neurologischen Erkrankungen, bei denen noch viele Fragen offen bleiben, Forschung eine zentrale Rolle spiele. Die Verlängerung der Vereinbarung, die Ende 2025 auslief, wurde am 18. September von der Landesregierung beschlossen und garantiert die Preisvergabe bis 2028. Damit erhalten Forschende Planungssicherheit und das Land signalisiert langfristiges Engagement für diese Forschungsrichtung.
Die diesjährige Verleihung findet am Freitag, dem 26. September, an der Philosophisch‑Theologischen Hochschule in Brixen statt. Preisgekürt wird Prof. Günter Höglinger von der Ludwig‑Maximilians‑Universität München für sein herausragendes Wirken im Bereich der Parkinson‑Forschung. Neben dem Golser‑Preis vergibt Südtirol eigene Auszeichnungen wie den Research Award und den Women in Science Award, jeweils für Senior‑ und Junior‑Forscher. Zusätzlich fördert das Land den Valentin‑Braitenberg‑Award für Computational Neuroscience, der vom deutschen Bernstein‑Netzwerk alle zwei Jahre verliehen wird – ein klares Zeichen für die Vernetzung von Forschung und regionaler Innovationspolitik.
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