Grenzüberschreitende Gemeindekooperation: Euregio-Tag 2027 in Planung für Tirol, Südtirol und Trentino26 / 09 / 2026 | Robert
Der Euregio-Rat der Gemeinden legt den Fokus auf Innovation, digitale Verwaltung und grenzüberschreitende Projekte für die Bürgerinnen und Bürger.
Am Freitag, den 25. September 2026, tagte der Euregio‑Rat der Gemeinden erstmals unter der Präsidentschaft von Karl‑Josef Schubert in Innsbruck. Landeshauptmann Anton Mattle betonte in seinem Grußwort die zentrale Rolle der Kommunen als Bindeglied zwischen institutioneller Ebene und Alltag der Menschen. Der Rat sieht seine Aufgabe darin, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu festigen und für die Bevölkerung greifbarer zu machen.
Ein zentrales Ergebnis der Sitzung war die Gründung einer Arbeitsgruppe für Innovationsthemen wie Energie und Digitalisierung. In den kommenden Monaten sollen kommunale Vorzeigebeispiele in Tirol, Südtirol und Trentino besucht werden, um eine Gemeinden‑Innovationsinitiative zu konzipieren. Bereits heute zeigen Praxisbeispiele wie die gegenseitige Unterstützung bei Apfel‑ und Heuernte zwischen Marling und Kals oder die digitale Verwaltungshilfe zwischen Tscherms und Oberhofen das Potenzial des Voneinander‑Lernens.
Parallel dazu wurde das „Euregio‑Handbuch für Gemeinderäte“ vorgestellt, das nach einer Erstauflage von 9 000 Exemplaren wegen hoher Nachfrage um weitere 6 000 Stück erweitert wurde. Das Handbuch dient als Wegweiser für Förderprogramme und kooperative Projekte. Die Vorbereitungen laufen auf den nächsten Euregio‑Gemeindetag am 7. Mai 2027 in Fügen, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus allen drei Regionen ihre Erfahrungen weiter vertiefen wollen.
Die Initiative profitiert zudem von EU‑Programmen wie Interreg und Fit4Co, die finanzielle Unterstützung für grenzüberschreitende Projekte bereitstellen. Damit soll die Lebensqualität in den Alpenregionen nachhaltig verbessert werden.
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