Bienen und Varroamilbe erforscht Zukunft09 / 10 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

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Bienen und Varroamilbe erforscht Zukunft09 / 10 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

Bienen und Varroamilbe erforscht Zukunft<span class="hitradio-master-datum">09 / 10 / 2026  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi</span>
Holzschild mit der Aufschrift 'Bienen mit Torggler Siegfried' vor einer grünen Landschaft.

Die Varroamilbe schwächt die Bienen und kann ganze Völker auslöschen. In Weng wird an einer Biene gearbeitet, die sich selbst zu helfen weiß: Sie soll befallene Brutzellen erkennen und ausräumen, bevor die Milbe weiterarbeitet. Die Bienenzuchtgruppe arbeitet seit Jahren intensiv daran und hat vielversprechende Ergebnisse vorzuweisen.Radio Südtirol hat gemeinsam mit unserem Korrespondenten Torggler Siegfried in verschiedenen Orten der EU Länder wie z.b. Österreich,Deutschland,Niederlande, Forschungsarbeit in diesem Bereich übernommen.Die wirksame Bekämpfung der Varroamilbe der EU unterliegen am Behandlungsmittel der Zulassungspflicht.Wenn es gelingt diese Biene auf vordermann zu bringen,sind wir einen Meilenstein weiter,betont das Team der Forschenden.

Frühjahr

  • Regelt die Vermehrung durch das Ausschneiden der Drohnenbrut (Baurahmen).
  • Durchführung von Befallskontrollen (z. B. Gemülldiagnose über den Bodenschieber oder Puderzuckermethode)
  • Sommer (Hauptbehandlung nach der Honigernte):
  • Ameisensäure: Wirkt schnell und dringt auch in die verdeckelte Brut ein.
  • Totale Brutentnahme (TBE): Entnahme der Brutwaben zur Entlastung des Volkes, oft verbunden mit der Bildung von Brutscheunen oder Kunstschwärmen.
  • Alternative Präparate mit Thymol (z. B. Apiguard, Thymovar, ApiLife Var) oder Amitraz (Apivar, Apitraz)
  • Spätherbst / Winter (Restentmilbung):
  • Durchführung der Restentmilbung bei absoluter Brutfreiheit (meist Dezember/Januar).
  • Verwendung von Oxalsäure (träufeln, sprühen oder verdampfen – je nach zugelassenem Präparat wie Oxuvar, Oxybee oder Api-Bioxal)

In Südtirol gelten für die Varroabekämpfung die rechtlichen Rahmenbedingungen Italiens, weshalb sich die Details bei den zugelassenen Medikamenten leicht von Österreich unterscheiden.Da chemische Wirkstoffe oft nicht in die verdeckelte Brut wirken, setzt die Südtiroler Imkerpraxis im Sommer (ca. 3 Wochen vor der finalen Honigentnahme) massiv auf biotechnische Verfahren zur Brutunterbrechung.Totale Brutentnahme (TBE): Komplette Entnahme der Brutwaben, um den Milbenherd zu entfernen.

Königinnen-Sperren (Bannwabenverfahren): Die Königin wird in spezielle Käfige (z. B. Scalvini-Käfig) gesperrt, um eine gezielte Brutfreiheit im Volk zu erzwingen, bevor mit organischen Säuren behandelt wird.Während in Österreich Präparate wie VarroMed oder Dany’s Bienenwohl weit verbreitet sind, ist in Italien vor allem das Sortiment rund um Oxalsäure und Thymol rechtlich klar definiert. Zu den standardmäßig genutzten und erlaubten Produkten gehören.Oxalsäure: Vor allem Api-Bioxal (Sprühen, Träufeln oder Verdampfen) sowie das neuerdings breit genutzte Varroxal.

Thymol: Präparate wie Apiguard oder Thymovar.

Synthetische Wirkstoffe: Streifen auf Basis von Amitraz (Apivar oder Apitraz) kommen unter strengen Auflagen zum Einsatz.

Natürlicher Milbenabfall / TagHandlungsbedarf
Mehr als 8 MilbenSofortige Behandlung erforderlich
2 MilbenBehandlung innerhalb von 2 Monaten einplanen
1 MilbenBehandlung innerhalb von 3 Monaten (vor dem Winter)

Tipp für die Praxis: Legen Sie ein mit Speiseöl getränktes Küchenpapier auf die Windel, damit Ameisen die abgefallenen Milben nicht verschleppen und das Testergebnis verfälschen.

Imkern Sie eher in den Tieflagen (z. B. Etschtal/Unterland) oder in einer Schnitt- bzw. Hochlage (z. B. Vinschgau/Pustertal)? Die Höhenlage beeinflusst den optimalen Zeitpunkt für den Brutstopp im Sommer maßgeblich.

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