Alpine Waldbrände: Forschung, Wiederaufbau, Prävention und Zukunftsperspektiven für die Berge14 / 10 / 2026 | Robert
Internationale Tagung in Bozen beleuchtet Klimawandel‑bedingte Brandrisiken, ökologische Folgen und innovative Wiederherstellungsstrategien, sowie praktische Maßnahmen für Forst‑ und Naturschutzbehörden
Der Klimawandel führt zu höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden – Bedingungen, die das Brandrisiko in den Alpen deutlich erhöhen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Freie Universität Bozen am 22. und 23. Oktober im NOI Techpark eine internationale Tagung zum Thema Waldbrandökologie und Wiederherstellungsstrategien. Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Anmeldung endet am 19. Oktober.
Forscherinnen und Forscher aus Italien, Deutschland, Kroatien und den USA präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Brandintensitäten, Boden‑ und Mikroklima‑Veränderungen sowie zur Regeneration von Flora und Fauna. Scott Franklin (University of Northern Colorado) berichtet von großflächigen Bränden in Colorado und erfolgreichen Wiederaufforstungsprojekten. Weitere Vorträge behandeln Biodiversität, Luftqualität und neueste Fernerkundungstechnologien, die das Monitoring von Brandflächen präziser machen. Die Diskussion verdeutlicht, dass kleinere Feuer natürliche Sukzessionen anstoßen können, während großflächige Brände Jahrzehnte‑lange Schäden verursachen.
Am Nachmittag des ersten Tages findet ein Round‑Table‑Dialog zwischen Wissenschaft, Bevölkerungsschutz und Forstdiensten Südtirols sowie Trentinos statt. Kernfragen sind die aktuelle Vorbereitung des Alpenraums auf vermehrte Waldbrände, identifizierter Handlungsbedarf und die Übertragung internationaler Best‑Practice‑Modelle in lokale Präventions‑ und Managementpläne. Die offene Anmeldung ermöglicht zudem Interessierten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, sich aktiv an der Debatte zu beteiligen.
Der zweite Konferenztag schließt mit einer Exkursion nach Latsch/St. Martin, wo die Teilnehmenden die Folgen eines kürzlich verheerenden Brandes vor Ort begutachten und mögliche Wiederherstellungsmaßnahmen diskutieren.
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