Grüne fordern klare Förderregeln für Photovoltaik und Wärmepumpen16 / 10 / 2026 | Robert
Die Landesregierung soll die Förderkriterien für 2027 anpassen, um Eigentümer bereits installierter Wärmepumpen nicht zu benachteiligen.
Bozen – Die Landesförderungen für erneuerbare Energien sollen die Energiewende beschleunigen, doch die aktuelle Ausgestaltung benachteiligt Haushalte, die bereits in nachhaltige Technik investiert haben. Die grüne Fraktion im Landtag fordert deshalb, dass die Förderprogramme für Photovoltaik, Wärmepumpen und Speicherbatterien besser aufeinander abgestimmt werden. Ziel sei, Anreize zu schaffen, die einen schrittweisen Umstieg ermöglichen, ohne bestehende Anlagen zu bestrafen und gleichzeitig die Klimaziele des Landes unterstützen. Die Politik müsse jetzt handeln, bevor Investitionsbereitschaft sinkt.
Derzeit ist die Förderung von Photovoltaikanlagen und Speicherbatterien an die gleichzeitige Installation einer neuen Wärmepumpe geknüpft. Eigentümer, die bereits eine funktionierende Wärmepumpe besitzen, erhalten keine Unterstützung und fühlen sich benachteiligt. Zeno Oberkofler, Initiator des Grünen Antrags, kritisiert, dass diese Vorgabe Anreize für den Austausch funktionierender Systeme schaffe und damit Ressourcen verschwende. Viele Familien würden sonst ihre Investitionen zurückhalten, weil die Förderung nur für Komplettpakete gilt. Das führt zu Verzögerungen bei der Installation neuer Solaranlagen und schwächt das Vertrauen in die Landespolitik.
Die Grünen fordern, die widersprüchlichen Bedingungen zu beseitigen und die Förderung auch für Besitzer bereits installierter Wärmepumpen zu öffnen. Zudem soll geklärt werden, ob Photovoltaikanlagen über 20 kWp eine Mehrwertsteuernummer benötigen, eine Frage, auf die das GSE bislang nicht reagiert hat. Laut Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer benötigen klare, rechtzeitig veröffentlichte Regeln, damit Bürger und Unternehmen mit Vertrauen in die Energiewende investieren können. Nur so könne Südtirol seine Klimaziele erreichen und Vorbild für andere Regionen werden.
Offizielle Pressepartner
