Brennerbasistunnel: Verspätung kostet Region, Verkehr und Anwohner nachhaltig21 / 10 / 2026  |  Robert

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Brennerbasistunnel: Verspätung kostet Region, Verkehr und Anwohner nachhaltig21 / 10 / 2026  |  Robert

Brennerbasistunnel: Verspätung kostet Region, Verkehr und Anwohner nachhaltig<span class="hitradio-master-datum">21 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Politiker kritisieren die zweijährige Bauverzögerung des BBT, warnen vor überlasteter Brennerautobahn und fordern sofortige Gegenmaßnahmen

Die Fertigstellung des Brennerbasistunnels, ursprünglich für 2022 geplant, wurde erneut um zwei Jahre verschoben. Europaparlamentarier Herbert Dorfmann und die Landtagsabgeordnete Renate Gebhard (SVP) üben scharfe Kritik an der BBT SE und werfen ihr Versäumnisse bei der Ausschreibung der Tunneltechnik vor. Beide Politiker betonen, dass die Verzögerung nicht technisch, sondern organisatorisch bedingt sei und die Bevölkerung nun die Folgen tragen müsse. Der ursprüngliche Spatenstich erfolgte 2006, was die Gesamtdauer von rund drei Jahrzehnten verdeutlicht.

Die Brennerautobahn sei bereits seit Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze, warnte Gebhard, und könne das steigende Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen. Ein kürzlich erlebter Stau‑Kollaps im Eisacktal zeigte, wie schnell das gesamte Tal bei einem einzigen Engpass zum Stillstand kommt. Für Anwohner bedeutet das tägliche Gedränge nicht nur Zeitverlust, sondern auch erhöhte Luftverschmutzung und Stress, während die Wirtschaft unter den Lieferverzögerungen leidet. Ohne eine alternative Entlastungsstrategie drohen künftig noch häufigere Sperrungen und wirtschaftliche Einbußen.

Als sofortige Gegenmaßnahme fordern Dorfmann und Gebhard ein Fahrverbots-Management, das bei Stau Lkw und Pkw das Autobahnauffahrverhalten reguliert, um das komplette Einfrieren des Tals zu verhindern. Darüber hinaus drängen sie auf stärkeren internationalen Druck, damit Österreich und Italien die Anbindung des BBT beschleunigen und die Finanzierung sichern. Nur durch kombinierte verkehrspolitische Maßnahmen und konsequente Projektsteuerung könne die Region vor einem dauerhaften Verkehrschaos bewahrt werden.

Offizielle Pressepartner