Südtirols Wirtschaft trotzt Inflation – Kaufkraft bleibt kritische Herausforderung22 / 10 / 2026  |  Robert

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Südtirols Wirtschaft trotzt Inflation – Kaufkraft bleibt kritische Herausforderung22 / 10 / 2026  |  Robert

Südtirols Wirtschaft trotzt Inflation – Kaufkraft bleibt kritische Herausforderung<span class="hitradio-master-datum">22 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Trotz steigender Preise wächst Beschäftigung und Tourismus, doch viele Haushalte kämpfen mit sinkender Kaufkraft und in Südtirol

Bozen – Die Wirtschaft Südtirols zeigt sich im Herbst 2026 überraschend robust. Die lohnabhängige Beschäftigung stieg im ersten Dreivierteljahr um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr, die Erwerbstätigenquote liegt bei 73,9 % und die Arbeitslosenquote bei nur 1,1 %. Auch der Tourismus entwickelt sich positiv: Die Zahl der Übernachtungen wuchs in den ersten acht Monaten um drei Prozent. Gleichzeitig hat die Kreditvergabe nach einer zweijährigen Flaute wieder zugenommen und legte im ersten Halbjahr um 2,9 % zu.

Trotz dieser positiven Kennzahlen belastet die anhaltend hohe Inflation die privaten Haushalte. Im September lag die Inflationsrate in Bozen bei 4,1 %, getrieben von steigenden Treibstoff- und Energiepreisen. Laut dem Arbeitsförderungsinstitut (AFI) geben 27 % der Befragten an, nur schwer mit ihrem Lohn über die Runden zu kommen, und 41 % rechnen damit, im kommenden Jahr kein Geld sparen zu können. Zwischen 2021 und 2026 sind die Verbraucherpreise um mehr als 25 % gestiegen, während die Löhne deutlich langsamer zulegten.

AFI‑Direktor Stefan Perini warnt vor den langfristigen Folgen des Kaufkraftverlustes und hält an einer Wachstumsprognose von 0,9 % für 2026 fest, für 2027 wird ein Plus von 1,2 % erwartet. Die Landesregierung will die Inflation für ihre Bediensteten abfedern und die Löhne jährlich an die Teuerung anpassen, um soziale Gerechtigkeit zu sichern. Gleichzeitig könnten steigende Zinsen die Finanzierung von Unternehmen und privaten Haushalten erschweren – ein Balanceakt zwischen Wachstum und Kaufkraft.

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