Neue Terminabsage-Regeln-Patienten profitieren und Wartezeiten sinken ab 202724 / 10 / 2026  |  Robert

Sudtiroler_pressedienst
Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Neue Terminabsage-Regeln-Patienten profitieren und Wartezeiten sinken ab 202724 / 10 / 2026  |  Robert

Neue Terminabsage-Regeln-Patienten profitieren und Wartezeiten sinken ab 2027<span class="hitradio-master-datum">24 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Ab März 2027 gelten strengere Fristen und Gebühren, um verpasste Arzttermine zu reduzieren und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Die Landesregierung Südtirols hat zum 1. März 2027 neue Vorgaben für das Absagen von Gesundheitsterminen beschlossen. Ziel ist es, nicht wahrgenommene Termine schneller freizugeben, damit andere Patienten früher behandelt werden können und die Wartezeiten im Gesundheitssystem sinken. Laut Gesundheitslandesrat Hubert Messner sollen klare und faire Regeln auch bei unvorhergesehenen Ereignissen gelten.

Wie bisher muss ein Termin mindestens zwei Kalendertage vorher abgesagt werden; der Termin-Tag selbst zählt nicht. Wer ohne anerkannten Grund nicht erscheint, muss bei ambulanten Facharztleistungen bis zu 36,15 Euro zahlen, Ausnahmen bilden Krebspatienten in Chemo- oder Strahlentherapie. Bei Leistungen wie Sportmedizin, Führerscheinuntersuchungen oder internationalen Impfungen fallen bei verspäteter Absage 40 Euro an, Laboruntersuchungen kosten vorübergehend 9,30 Euro bis Ende 2028.

Der Sanitätsbetrieb wird künftig automatisierte Erinnerungen senden und Absagebestätigungen ausstellen, die Patienten aufbewahren sollten. Entschuldigungsgründe wie plötzliche Erkrankung, Unfall, Todesfall oder höhere Gewalt werden sofort anerkannt und nicht berechnet. Technische Probleme des Vormerksystems gelten ebenfalls als gerechtfertigt, sodass die neue Regelung sowohl Patienten als auch Leistungserbringer entlasten soll.

Experten erwarten, dass die strengeren Fristen die Termin-Auslastung optimieren und die Kosten für nicht genutzte Ressourcen senken. Gleichzeitig warnt man vor möglichen Belastungen für sozial schwächere Gruppen, wenn finanzielle Sanktionen ohne ausreichende Aufklärung erfolgen. Die Regierung plant, die IT-Infrastruktur bis 2028 zu modernisieren, um die automatisierten Prozesse zu unterstützen und die Transparenz für alle Beteiligten zu erhöhen.

Offizielle Pressepartner