Neue Untergrundleitung stärkt Pustertals Stromversorgung nachhaltig gegen extreme Wetterereignisse29 / 10 / 2026  |  Robert

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Neue Untergrundleitung stärkt Pustertals Stromversorgung nachhaltig gegen extreme Wetterereignisse29 / 10 / 2026  |  Robert

Neue Untergrundleitung stärkt Pustertals Stromversorgung nachhaltig gegen extreme Wetterereignisse<span class="hitradio-master-datum">29 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Die 22 km lange, 50 Millionen‑Euro schwere Hochspannungsverbindung soll nach dem Schneechaos von 2019 zukünftige Stromausfälle verhindern

Zwischen Vintl und Bruneck wurde im November 2023 ein 22 km langer Stromkabelstrang unterirdisch verlegt. Die 132‑Kilovolt‑Leitung kostet rund 50 Millionen Euro und verbindet die neue Terna‑Schaltanlage in Vintl mit der bestehenden Primärkabine bei Percha. Durch die Verlegung unter der Erde soll das Netz gegen Schneedruck und umstürzende Bäume geschützt werden. Damit wird zudem die Landschaft geschont, da keine freiliegenden Masten mehr das Alpenpanorama dominieren.

Das verheerende Schneechaos im November 2019 legte die Schwachstellen des Pustertals offen: Zwei Hochspannungsleitungen brachen zwischen Bruneck‑Brixen und Bruneck‑Toblach, Haushalte und Unternehmen standen tagelang im Dunkeln, Straßen wurden gesperrt und die Pustertalbahn musste den Betrieb einstellen. Selbst das Krankenhaus Bruneck musste auf Notstrom zurückgreifen. Die langen Ausfälle zeigten, dass ein robustes, wetterunabhängiges Netz unverzichtbar ist. Feuerwehren und Rettungsdienste mussten improvisieren, weil die fehlende Stromversorgung die Kommunikation erschwerte.

Die Bauarbeiten wurden von Terna, Alperia, Edyna und den betroffenen Gemeinden koordiniert. In St. Lorenzen konnten die Grabungen mit dem Bau einer neuen Einfahrt ins Gadertal synchronisiert werden, sodass die alte Straße in Sonnenburg erneuert und ein Gehweg zwischen dem ANAS‑Haus und der Peintnerbrücke geschaffen wurde. So entstanden Synergien und Kosteneinsparungen für die Gemeinde.

Mit der neuen Untergrundleitung wird das Pustertal künftig besser gegen extreme Wetterlagen gewappnet sein. Die verbesserte Anbindung ermöglicht zudem einen effizienteren Transport der lokal erzeugten erneuerbaren Energie, stärkt die Versorgungssicherheit und unterstützt Südtirols Ziel, die Region zu einem Vorreiter für nachhaltige Infrastruktur zu machen.

Offizielle Pressepartner