Pendler in Südtirol fordern sofortige Hilfe statt teurer Megaprojekte29 / 10 / 2026 | Robert
Die Landesregierung konzentriert sich auf langwierige Großbaustellen, während täglich tausende Fahrgäste unter Zugausfällen und mangelhafter Information leiden
Bozen – Jeden Morgen stehen Hunderte Südtiroler Pendler und Schüler in der Kälte, weil Züge ausfallen oder stark verspätet sind. Die unzuverlässige Beförderung erschwert den Weg zur Arbeit und in die Schule und wird zum täglichen Geduldsprobe. Während die Landesregierung ihre finanziellen Mittel in langwierige Großbaustellen auf Straße und Schiene steckt, bleibt das Kernproblem auf den Hauptstrecken ungelöst.
Johannes Paris, stellvertretender Landesjugendsprecher der Süd-Tiroler Freiheit, fordert sofortige Entlastungen. Er betont, dass Millionen in Megaprojekte fließen, während die alltäglichen Bedürfnisse der Fahrgäste vernachlässigt werden. „Wir brauchen ein verlässliches Angebot heute und jetzt, nicht erst in Jahren, wenn die Großprojekte fertig sind“, sagt Paris.
Ein weiteres Ärgernis ist die mangelhafte Fahrgastinformation, oft nicht zweisprachig. Südtiroler haben ein Recht, in ihrer Muttersprache informiert zu werden, doch viele Mitarbeiter können das nicht. Paris weist darauf hin, dass Verbesserungen beim Service, klare Auskünfte und ein pünktlicher Fahrplan sofort umsetzbar seien.
Die Forderungen sind klar: Sofortige Maßnahmen zur Reduzierung von Verspätungen, bessere Kommunikation und ein zuverlässiger Fahrplan. Ohne diese Basismaßnahmen bleibt jede langfristige Infrastrukturinvestition ein Luxus, den die tägliche Realität der Pendler nicht rechtfertigt.
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