Südtirol verlängert Energiebonus: Mehr Anreize für grüne Gebäude31 / 10 / 2026 | Robert
Der Landtag gibt bis 2029 zusätzliche Förderungen für energetische Sanierungen, Holzbau und Photovoltaik, um die Dekarbonisierung voranzutreiben.
Bozen – Die Südtiroler Landesregierung hat am 30. Oktober beschlossen, den Energiebonus um drei Jahre bis Ende 2029 zu verlängern. Ziel sei, Eigentümerinnen und Eigentümer erneut zu motivieren, in die energetische Sanierung ihrer Gebäude zu investieren und so die Dekarbonisierung der Energieversorgung zu beschleunigen, erklärte Landesrat Peter Brunner.
Neu ist, dass die zusätzliche Kubatur von 20 % bzw. 200 m³ bei Förderungen vollständig zum Kubaturbestand hinzugerechnet wird, unabhängig vom Dachgeschossvolumen. Außerdem können Neubauten in Holzbauweise den Bonus erhalten, sofern sie die Wärmeschutzklasse A erreichen und die KlimaHaus‑Klasse A0 erfüllen. Wintergärte dürfen nun auch im Landwirtschaftsgebiet gebaut werden, solange sie zwischen neun und 30 m² groß und zu 70 % verglast sind. Im historischen Ortskern wird der Kubaturbonus zudem für gastgewerbliche Betriebe ausgeweitet.
Photovoltaik‑Anlagen dürfen künftig nicht nur am geförderten Gebäude, sondern auch an angebauten oder benachbarten Bauten installiert werden. Der Bonus gilt außerdem für Wohngebäude im Landwirtschaftsgebiet, die vor September 2008 von einem geschlossenen Hof abgetrennt wurden. Mit diesen Maßnahmen will Südtirol die energetische Modernisierung beschleunigen, bevor ab dem 1. Januar 2030 EU‑weit Nullemissionsgebäude zum Standard werden.
Die verlängerte Förderperiode gibt Bauherren mehr Planungssicherheit und eröffnet neue Investitionsmöglichkeiten, besonders für kleinere Eigentümer, die bislang wegen begrenzter Kubatur keinen Bonus erhalten konnten. Experten sehen darin einen wichtigen Baustein, um Südtirols Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, ohne die Umwelt zu belasten.
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