Südtirols neuer Haushalt 2027: Mehr Geld für Familien und Umwelt31 / 10 / 2026 | Robert
Der Entwurf erhöht Ausgaben für Soziales, Gesundheit, Wohnungsbau und Forschung und senkt Steuern für Familien und Unternehmen
Der Südtiroler Landtag hat am 30. Oktober den Haushaltsentwurf für 2027‑2029 verabschiedet. Mit einem Gesamtvolumen von 9,17 Milliarden Euro, rund 300 Millionen mehr als ursprünglich geplant, soll die finanzielle Stabilität des Landes gesichert und die Kontinuität der Verwaltungsleistungen gewährleistet werden. Die Regierung von Landeshauptmann Arno Kompatscher betont, dass die zusätzlichen Mittel vorrangig in Soziales, Gesundheit, Wohnungsbau, Forschung und Umweltschutz fließen.
Im Sozial‑ und Familienbereich stehen 955,5 Millionen Euro bereit – ein Plus von 88,4 Millionen Euro – um bestehende Hilfsprogramme zu festigen. Der Gesundheitssektor erhält 2,096,7 Millionen Euro, damit die Versorgung langfristig gesichert bleibt. Für leistbares Wohnen sind 111,6 Millionen Euro vorgesehen, während Innovation und Forschung mit 264,3 Millionen Euro, einschließlich einer 200‑Millionen‑Euro‑Reserve für den NOI‑Techpark, gestärkt werden. Umwelt, Klima und Sport erhalten 133 Millionen Euro, das Personalbudget steigt auf 1,698,9 Millionen Euro.
Ein zentrales Element des Haushalts sind die steuerlichen Entlastungen für Familien. IRPEF‑Steuerpflichtige mit einem Einkommen bis 90 000 Euro erhalten einen Abzug von 700 Euro, bei bis zu 110 000 Euro 300 Euro; für Kinder gibt es zusätzliche Beträge von 500 bzw. 300 Euro. Der IRAP‑Satz wird von 3,9 % auf 2,68 % gesenkt, mit einer möglichen weitere Reduktion auf 2 % bei entsprechenden Vereinbarungen.
Der Hotel‑ und Gastronomieverband begrüßt die Maßnahmen als Stärkung der Kaufkraft und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Wirtschafts‑ und Wohlstandsförderung Südtirols.
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