Tragisches Schicksal in Burgstall02 / 11 / 2026 | HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi
Als die Etsch den Morgenzug verschlang wobei es der Morgen des 1. November 1926 war. Ein heftiges Unwetter hat die Etsch anschwellen lassen, die Wassermassen drücken unaufhaltsam gegen die Bahndämme im Burggrafenamt. Als der Morgenzug auf der Strecke zwischen Meran und Bozen die Gemeinde Burgstall passiert, passiert das Unfassbare: Die unterspülten Gleise geben nach, die tonnenschwere Lokomotive stürzt in den reißenden Fluss.

Am Allerheiligentag 2026, jährt sich dieses schwere Eisenbahnunglück im Etschland auf den Tag genau zum 100. Mal.
Zwei Bahnarbeiter aus der Toskana ließen ihr Leben
Während die Passagiere des Zuges damals wie durch ein Wunder mit dem Schrecken oder leichten Verletzungen davonkamen, gab es für das Lokomotivpersonal im vordersten Teil des Zuges keine Rettung mehr. Das Unglück forderte zwei Todesopfer: Den Lokführer Clodoveo Bruschi, gebürtig aus Pistoia, und seinen Heizer Guido Petreni aus Siena. Beide stammten aus der Toskana und hatten im fernen Südtirol ihren Dienst auf Schienen versehen. Sie bezahlten ihre Pflichtschuldigkeit mit dem Leben.
Ein Denkmal gegen das Vergessen
Wer heute mit der Bahn von Meran nach Bozen fährt oder den Spazierweg entlang der Strecke nutzt, blickt unweit des Unglücksortes auf ein stummes Zeugnis der Geschichte. Im Jahr 1933 wurde dort ein Gedenkstein für Bruschi und Petreni errichtet.
Auch 100 Jahre nach der Katastrophe bleibt die Erinnerung an die beiden Bahnarbeiter im Burggrafenamt lebendig – als Mahnmal für die unberechenbare Kraft der Natur und den unermüdlichen Einsatz der Menschen im Eisenbahndienst.

Auch Salurn wurde überschwommen,und im Jahr 1981 mit Bilder festgehalten wie hier ersichtlich

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