Bauernbund rettet Tierärzte: Zukunft der Berglandwirtschaft gesichert für Südtirol04 / 11 / 2026 | Robert
Der Südtiroler Bauernbund fördert seit drei Jahren angehende Veterinärstudierende, um dem drohenden Mangel an Tierärzten in den Bergen entgegenzuwirken.
Die Berglandwirtschaft Südtirols gilt als besonders gesund, doch bei Krankheiten oder Verletzungen der Nutztiere ist fachkundige tierärztliche Hilfe unverzichtbar. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein besorgniserregender Trend abgezeichnet: Immer weniger Tierärztinnen und Tierärzte stehen für die abgelegenen Almen und Höfe zur Verfügung. Der drohende Mangel könnte die gesamte Versorgung gefährden und die Zukunft der regionalen Landwirtschaft bedrohen.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat das Südtiroler Bauernbund‑Präsidium ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Seit drei Jahren übernimmt der Verband die Kosten für Vorbereitungskurse an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, die speziell auf die Aufnahmeprüfung für das Veterinärmedizinstudium ausgerichtet sind. Die vier Kurstage mit insgesamt 32 Unterrichtsstunden finden entweder in den Osterferien 2027 vor Ort in Wien oder online statt und ermöglichen jungen Südtirolerinnen und Südtirolern, sich gezielt vorzubereiten.
Die Rückmeldungen sind durchweg positiv: Laut Christoph Falkensteiner, Leiter der SBB‑Weiterbildung, haben 13 von 30 Teilnehmenden die Aufnahmeprüfung bestanden – eine beeindruckende Quote. Die geförderten Studierenden sehen ihre Zukunft in der Versorgung der Bergregion und tragen damit aktiv zur Sicherung der tierärztlichen Infrastruktur bei. Der Bauernbund hofft, dass das Modell langfristig weitere Nachwuchskräfte anzieht und den Mangel endgültig stoppt.
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