Bozen diskutiert ethische KI: Design gegen Halluzinationen im World Usability Day04 / 11 / 2026 | Robert
Designexperten und Wissenschaftler befassen sich mit verantwortungsvollem KI-Einsatz und den Risiken falscher maschineller Aussagen bei der Bozner Veranstaltung
Am 12. und 13. November verwandelt die Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen den NOI Techpark in einen Hub für kritische KI‑Diskussionen. Im Rahmen des World Usability Day 2026 werden Vorträge, Podiumsdiskussionen und ein interaktiver Workshop angeboten, die alle das zentrale Motto „Designing a Sustainable Future with Ethical AI“ tragen.
Im Fokus steht die Frage, wie Design ethische Leitlinien in den Entwicklungsprozess von Künstlicher Intelligenz einbetten kann. Transparenz, Fairness und der Schutz persönlicher Daten sollen neben dem Ressourcenverbrauch und ökologischen Auswirkungen systematisch berücksichtigt werden. Besonders spannend ist das Thema „Hallucination interpretation“, das die Veranstaltung als Ausgangspunkt nutzt, um die Grenzen von KI‑Systemen sichtbar zu machen.
Professorin Letizia Bollini betont, dass das Erkennen von KI‑Halluzinationen nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Lernprozesse eröffnet. Gemeinsam mit Experten wie Ibrahim Al Hazwani von Google DeepMind und Maria Luce Lupetti vom Politecnico di Torino diskutieren die Teilnehmenden, wie Fehlinterpretationen neue Design‑Ansätze inspirieren können. Der Workshop am zweiten Tag, geleitet von Rachele Didero, widmet sich der unterschiedlichen Wahrnehmung von Menschen und Maschinen und fordert die Teilnehmenden auf, diese Divergenz kreativ zu nutzen.
Die Veranstaltung zeigt, dass verantwortungsvolle KI nicht nur ein technisches, sondern ein menschliches Design‑Problem ist. Durch partizipative Formate und klare ethische Vorgaben soll ein nachhaltiger Umgang mit der Technologie gefördert werden – ein Schritt, der weit über Bozen hinaus Wirkung zeigen könnte.
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