Senioren im Fokus: Würde, Rechte und digitale Teilhabe im Vinschgau06 / 11 / 2026 | Robert
Bei einer Sitzung der SVP-Generation 60+ diskutierten Politiker und Seniorenanwältin über Schutz, Pflegegeld und digitale Barrieren.
Am 5. November trafen sich im Vinschgau Vertreter der SVP-Generation 60+ mit der Seniorenanwältin Vera Tronti Harpf und dem Landesvorsitzenden Otto von Dellemann. Bezirksvorsitzender Johann Mitterer und sein Stellvertreter Franz Schuster betonten, dass der direkte Austausch entscheidend sei, um die Anliegen älterer Menschen ernst zu nehmen und ihre Stimme in der Gesellschaft zu stärken.
Tronti Harpf stellte die Arbeit der Volksanwaltschaft vor: Sie berät Menschen ab 65 Jahren, schützt ihre Rechte und unterstützt bei Konflikten mit Angehörigen, Pflegepersonal oder Behörden. Ihr Appell lautete, dass Seniorinnen und Senioren sich jederzeit an die Seniorenanwaltschaft wenden können, um ihre Würde und Rechte in jeder Lebenslage zu sichern.
Von Dellemann wies auf die wachsende Altersdiskriminierung im Versicherungswesen hin, wo höhere Prämien ältere Menschen benachteiligen. Er hob das Pflegegeld als zentrale soziale Errungenschaft Südtirols hervor und forderte eine Überprüfung des V.I.T.A.-Fragebogens, um aktuelle Pflegebedürfnisse besser abzubilden.
Die Diskussion um die Digitalisierung zeigte, dass digitale Angebote willkommen sind, jedoch analoge Zugänge unverzichtbar bleiben. Mitterer und Schuster versprachen, beide Optionen gleichwertig zu erhalten, damit Seniorinnen und Senioren trotz technischer Fortschritte weiterhin selbstbestimmt leben können. Der Austausch wurde als wertvoller Schritt für die Zukunft der älteren Generation im Vinschgau bewertet.
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