Familienzentrierten Pflege schreitet weiter voran20 / 11 / 2025

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Familienzentrierten Pflege schreitet weiter voran20 / 11 / 2025

Familienzentrierten Pflege schreitet weiter voran<span class="hitradio-master-datum">20 / 11 / 2025</span>
Logo des Südtiroler Presse Dienstes auf schwarzem Hintergrund, bestehend aus einem stilisierten 'S' und 'P' in Weiß und Rot mit dem Schriftzug 'Südtiroler Presse dienst'.

Ältere und chronisch kranke Menschen zu Hause betreuen und Angehörige unterstützen: 49 Krankenpflegerinnen und -pfleger haben in einem Projekt gelernt, wie das besser gelingt. Am 18. November fand im Krankenhaus Bozen die Zertifikatsübergabe statt. Das Projekt entspricht den Zielen des staatlichen Wiederaufbauplans PNRR. Ziel ist es, Pflege nahe am Wohnort anzubieten. Die 49 Pflegekräfte sind speziell ausgebildet, um ältere oder chronisch kranke Menschen und deren Familien zu betreuen. Sie übernehmen wichtige Aufgaben als Wegweiser und im Netzwerk. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, da die Zahl pflegebedürftiger Personen stetig steigt.

Die familienzentrierte Pflege wird seit 2017 schrittweise in über zwanzig Gesundheitssprengeln des Südtiroler Sanitätsbetriebs eingeführt. Die Pflegekräfte, die in diesem Jahr ihre Schulung und Praxisbegleitung abgeschlossen haben, arbeiten in den Teams der Gesundheitssprengel Bozner Boden-Haslach, Eggental-Schlern-Gröden, Naturns und Gadertal. In diesem Herbst haben auch die Sprengel Lana und Europa Don Bosco mit dem Praxisprojekt begonnen; bis 2027 wird die familienzentrierte Pflege in allen Sprengeln Südtirols umgesetzt sein.

Im Laufe der Veranstaltung anlässlich der Überreichung der Zertifikate tauschten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Sprengelteams über ihre Erfahrungen aus, die sie mit der Einführung der familienzentrierten Pflege gemacht hatten.

Pflegedirektorin Dr.in Marianne Siller gratulierte den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern zur erfolgreich abgeschlossen Organisations- und Praxisentwicklung in ihren Teams. „Die Einführung der familienzentrierten Pflege in den Sprengeln führt zu einem besseren Symptommanagement bei den betreuten Personen, reduziert die Belastung pflegender Angehöriger und fördert die Pflegebereitschaft sowie die Gesundheit der gesamten Familie nachhaltig. Damit wird auch der grundlegende Ansatz des staatlichen Wiederaufbauplanes des Zuhauses als erster und wichtiger Ort der Pflege und Fürsorge gestärkt. Die Pflege wird dort sichergestellt, wo die Menschen wohnen. Die Lebensqualität von pflegebedürftigen Personen und ihren Familien wird nachhaltig verbessert, wenn sie so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld verweilen können und gleichzeitig gut versorgt sind.“

Dr.in Siglinde Rottensteiner, Stabstelle für wohnortnahe Versorgung der Pflegedirektion, Maria Luisa Cavada, Koordinatorin des Spezialisierungskurses für Familienzentrierte Pflege und Irmgard Fink, Krankenpflegerin mit Spezialisierung in Familien- und Gemeinschaftskrankenpflege stellten ihre Erfahrungen und die Forschungsergebnisse einer Studie zur Familienzentrierten Pflege vor.

Auch Dr.in Barbara Preusse Bleuler, Expertin der ZHAW-School of Health Sciences aus Winterthur in der Schweiz, die das Konzept der Familienzentrierten Pflege nach Südtirol gebracht hatte, war nach Bozen gekommen und unterstrich mit ihrer Präsenz die Bedeutung der Implementierung und brachte den Anwesenden ihre Anerkennung und Wertschätzung für die Entwicklung und die erzielten Ergebnisse zum Ausdruck. „Es ist eine große Freude und ermutigend zu sehen, dass wieder derart viele Krankenpflegerinnen und -pfleger ein Zertifikat für Familienzentrierte Pflege erlangt haben. Familienzentriert zu pflegen ist fruchtbar für alle, nicht nur Patient oder Patientin, sondern auch Angehörige erfahren gemeinsam Unterstützung in der Bewältigung von Krankheit und Gesundheitsfachkräfte erleben, dass ihre Arbeit mit familienzentriertem Know-how noch wirkungsvoller wird. Kurz gesagt: gemeinsam trägt weiter!“

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