Villa Schillerhof in Meran wird unter Denkmalschutz gestellt

Landesregierung genehmigt die Unterschutzstellung der Villa Schillerhof in Meran/Obermais aus dem 19. Jahrhundert. Sie zeichnet sich durch alpine und Tiroler Architektur sowie eine Büste von Friedrich Schiller aus. Der Beschluss wurde am 27. Februar von Landesrat Philipp Achammer vorgestellt. „Diese baulichen Juwelen erzählen Geschichten aus der Vergangenheit und es ist unsere Pflicht, sie zu schützen“, sagt Achammer. Die Villa wurde 1867 von Karl Moser im Schweizer Stil erbaut und hat einen historischen Garten. 1873 wurde im Garten eine Schiller-Büste des Bildhauers Caspar Zumbusch aus Carrara-Marmor aufgestellt, beauftragt von dem damaligen Eigentümer, dem deutschen Dichter Oscar Von Redwitz.

Ansicht eines historischen Hauses mit Holzbalkon und verzierten Holzdetails, umgeben von Palmen und Nadelbäumen.

Auffällig sind am Gebäude die dekorativen und prägnanten Details aus geschnitztem Holz, insbesondere in den Giebeln und den Balustraden der Balkone. „In den Nischen sind neoklassizistische Frauenfiguren in antiken Gewändern zu finden, während im Gebäudeinneren die historischen Fenster und Türen, ebenso wie Öfen, Lampen oder baufeste Einrichtung erhalten. Daher ist die Unterschutzstellung des gesamten Anwesens aus Denkmalsicht angebracht“, betont Landeskonservatorin Karin Dalla Torre.

Am Haupteingang in der Cavourstraße befindet sich ein doppeltes schmiedeeisernes Gitter zwischen gemauerten Säulen. Hinter dem Gitter gelangt man über eine Parkallee zum Gebäude, dahinter, an der Nordseite der Villa, befand sich früher ein Gemüsegarten. Die Villa Schillerhof ist seit 1903 im Besitz der Familie des ehemaligen Gemeindearztes Hans Innerhofer und wird heute noch bewohnt. Ursprüngliche Einwände der Eigentümerfamilie konnten im Dialog mit dem Landesdenkmalamt ausgeräumt werden.

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