Sport als Brückenbauer: Südtirols Olympiateam im Dialog mit dem Papst10 / 04 / 2026

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Sport als Brückenbauer: Südtirols Olympiateam im Dialog mit dem Papst10 / 04 / 2026

Sport als Brückenbauer: Südtirols Olympiateam im Dialog mit dem Papst<span class="hitradio-master-datum">10 / 04 / 2026</span>

Landeshauptmann Kompatscher und eine Delegation italienischer Spitzensportler trafen sich im Vatikan mit Papst Franziskus zu einem Austausch über Werte abseits des Medaillenspiegels.

A group of people interacting in a formal setting, with one individual in white representing a religious figure amidst others in dark suits.
Foto: LPA

Der Leistungssport fokussiert sich oft auf Zeiten, Platzierungen und Medaillen. Bei einem Treffen im Vatikan rückten am Mittwoch jedoch ganz andere Aspekte in den Vordergrund. Landeshauptmann Arno Kompatscher begleitete eine hochkarätige Delegation von Athletinnen und Athleten zur Audienz bei Papst Franziskus. Im Zentrum der Begegnung in der Aula Paul VI. stand die Rolle des Sports als verbindendes Element innerhalb der Gesellschaft.

Zu der Gruppe, die gemeinsam mit Funktionären des Nationalen Olympischen Komitees (CONI) und des Paralympischen Komitees (CIP) anreiste, zählten zahlreiche Sportgrößen aus Südtirol und dem Trentino. Darunter waren unter anderem die Biathletin Dorothea Wierer, der Snowboarder Roland Fischnaller und der Wintersportler Amos Mosaner. Das Treffen bot diesen Menschen, deren Alltag sonst von hartem Training und Wettkampfdruck geprägt ist, einen Moment der Reflexion über die Tragweite ihres Tuns.

Die menschliche Komponente des Wettkampfs

Während der Audienz wandte sich Papst Franziskus direkt an die Sportlerinnen und Sportler. Er würdigte zwar ihre sportlichen Erfolge bei den Olympischen und Paralympischen Spielen, hob jedoch vor allem ihre Vorbildfunktion hervor. Der Fokus seiner Ansprache lag auf Werten wie Teamgeist, Fairness und der Fähigkeit, auch mit Niederlagen umzugehen. Er betonte, dass der Wert eines Menschen nicht an einer Medaille gemessen werde, sondern an der Haltung, die er auf und abseits des Spielfelds zeige.

Landeshauptmann Kompatscher, der in seiner Funktion als Vertreter einer starken Wintersportregion anwesend war, nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung solcher Werte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu unterstreichen.

Ein symbolträchtiges Geschenk

Die persönliche Begegnung gipfelte in einer symbolischen Geste, die den direkten Bezug zur Region herstellte. Im Anschluss an die Ansprachen überreichten die Athleten dem Papst gemeinsam mit Kompatscher und den Komiteepräsidenten Giovanni Malagò (CONI) und Luca Pancalli (CIP) ein Paar Skier. Dieses Geschenk, übergeben von Menschen, die einen Großteil ihres Lebens auf Schnee und Eis verbringen, verdeutlichte die Verbindung zwischen der alpinen Lebenswelt der Sportler und dem zeremoniellen Rahmen im Vatikan.

Für die Beteiligten markierte die Audienz einen Ruhepol in ihrem oft hektischen Berufsalltag. Das Zusammentreffen unterstrich, dass die Faszination für den Sport nicht nur im Wettstreit liegt, sondern in seiner Kraft, Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und Lebensrealitäten zusammenzuführen.

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