Gemeindepolizisten im Ladinental kämpfen gegen akuten Personalmangel und unsichere Zukunft14 / 10 / 2026 | Robert
Bürgermeister fordern übergemeindliche Polizeizusammenarbeit, während Landesregierung neue Förderungen und Kollektivvertrag verhandelt, um den Dienst zu stärken
Bei der Landessitzung im Gadertal am 13. Oktober rückten die Probleme der Ortspolizei in den Fokus. Die Bürgermeister von St. Martin in Thurn und Grödner Gemeinden betonten, dass ein bürgernaher und gut strukturierter Polizeidienst für die ladinischen Täler unverzichtbar sei. Der zunehmende Personalmangel erschwere jedoch die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Präsenz, was die Sicherheit der Einwohner gefährde.
Sicherheitslandesrätin Ulli Mair verwies auf das im Juni verabschiedete Ortspolizeigesetz, das finanzielle Anreize für übergemeindliche Zusammenschlüsse bereithält. Da es bislang keine gemeindeübergreifenden Polizeikörperschaften im Gadertal und Grödental gebe, könne ein gemeinsamer Dienst die Flexibilität erhöhen und die Einsatzplanung optimieren. Kleinere Gemeinden könnten so von einer professionelleren Struktur profitieren, ohne eigene Vollzeitkräfte aufbauen zu müssen.
Parallel dazu arbeitet die Landesregierung an einer Überarbeitung des Kollektivvertrags für Gemeindepolizisten. Ziel sei, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und das Berufsbild attraktiver zu machen, um neue Rekruten zu gewinnen. Gespräche mit dem Gemeindenverband laufen bereits, um höhere Löhne, bessere Weiterbildungsmöglichkeiten und klarere Aufstiegschancen zu verankern.
Die Kombination aus finanzieller Förderung, übergemeindlichen Kooperationen und einem modernisierten Kollektivvertrag könnte langfristig den Personalmangel mildern und die Sicherheit in den ladinischen Tälern stärken.
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