Diskurse über Krieg und Frieden: Ein deutsch-italienischer Vergleich25 / 03 / 2026

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Diskurse über Krieg und Frieden: Ein deutsch-italienischer Vergleich25 / 03 / 2026

Diskurse über Krieg und Frieden: Ein deutsch-italienischer Vergleich<span class="hitradio-master-datum">25 / 03 / 2026</span>

Eine länderübergreifende Tagung beleuchtet die unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Debatten in Deutschland und Italien und sucht nach gemeinsamen europäischen Perspektiven.

A portrait of two men side by side. The man on the left has brown hair, glasses, and a beard, wearing a dark suit and a red tie. The man on the right has a bald head, glasses, and a beard, dressed in a black turtleneck and a blazer, smiling at the camera.
Foto: LPA/Landesbibliothek Teßmann

Angesichts der anhaltenden globalen Konflikte rücken Fragen von Krieg, Frieden und Sicherheitspolitik immer stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Doch wie unterschiedlich werden diese hochsensiblen Themen in den europäischen Nachbarländern diskutiert? Eine aktuelle Veranstaltung in Südtirol widmet sich genau dieser Frage und zieht einen fundierten Vergleich zwischen den Diskursen in Deutschland und Italien.

Historische Prägungen, politische Kulturen und die jeweilige Medienlandschaft spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie Gesellschaften mit den Themen Krieg und Rüstung umgehen. Während in Deutschland die Debatte oft von der eigenen Geschichte, einer traditionell starken Friedensbewegung und der jüngst ausgerufenen sicherheitspolitischen „Zeitenwende“ geprägt ist, zeigt sich in Italien ein differenzierteres Bild. Dort wird der Diskurs oft von anderen geostrategischen Interessen im Mittelmeerraum, innenpolitischen Dynamiken und einer abweichenden außenpolitischen Tradition beeinflusst.

Um diese unterschiedlichen Herangehensweisen besser zu verstehen, haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Rahmen einer Fachveranstaltung die jeweiligen nationalen Diskurse analysiert. Ziel der Initiative ist es, nicht nur die Trennlinien und Missverständnisse aufzuzeigen, sondern auch Brücken für ein gemeinsames europäisches Verständnis in außen- und sicherheitspolitischen Fragen zu bauen. Gerade Südtirol, als historische und kulturelle Schnittstelle zwischen dem deutschsprachigen und dem italienischen Raum, bietet den idealen Ort für einen solchen grenzüberschreitenden und konstruktiven Dialog.

Die Referentinnen und Referenten beleuchteten in ihren Vorträgen unter anderem die Rolle der Leitmedien in beiden Staaten, die Argumentationsmuster politischer Entscheidungsträger sowie die Stimmung in der Bevölkerung. Es zeigte sich: Trotz unterschiedlicher Ausgangslagen und Debattenkulturen bleibt der Wunsch nach einer stabilen europäischen Friedensordnung eine starke Gemeinsamkeit beider Gesellschaften. Die Erkenntnisse der Tagung sollen nun gebündelt werden, um den Austausch zu diesem drängenden Thema auf europäischer Ebene weiter voranzutreiben.

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