Schöpfungszeit in Südtirol: Verantwortung, Nachhaltigkeit und Pilgerpfade im Herzen29 / 08 / 2026
Vom ökumenischen Tag der Schöpfung über philosophische Diskussionen zum Pilgerweg nach Assisi – ein Aufruf zum Umdenken
Am 1. September startet in der Diözese Bozen‑Brixen die Schöpfungszeit, die bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, dauert. In diesen Wochen werden Gläubige eingeladen, ihr Verhältnis zu Natur und Ressourcen zu reflektieren und die ökumenische Botschaft „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ zu verinnerlichen.
Papst Leo XIV betont in seiner Botschaft die Verknüpfung von sozialen Konflikten und ökologischen Schäden. Er fordert eine Bekehrung des Herzens, weil Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung nicht nur strukturelle Probleme, sondern Symptome einer gestörten inneren Balance seien.
Parallel dazu finden vom 31. August bis 1. September die Brixner Philosophietage an der Philosophisch‑Theologischen Hochschule statt. Unter dem Titel „Tourismus im Spannungsfeld zwischen Genuss und Belastung der Natur“ diskutieren Experten aus Philosophie, Recht, Ökologie und Wirtschaft, wie der Massentourismus nachhaltig gestaltet werden kann.
Für Pilgerinnen und Pilger organisiert das diözesane Pilgerbüro mehrere Wanderungen: Eine führt nach Rieti, Greccio, La Foresta, Poggio Bustone und Fontecolombo bis nach Assisi, begleitet von Generalvikar Eugen Runggaldier. Eine weitere Route startet in Pfitsch, über den Brennerpass nach Trens und Meransen, unterstützt von Markus Moling und Anna Maria Obrist, und verbindet Gebet, Stille und Naturerlebnis.
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