Trentino-Südtirol: Gefängnisse mit 91 Prozent Überbelegung konfrontiert24 / 08 / 2024

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Trentino-Südtirol: Gefängnisse mit 91 Prozent Überbelegung konfrontiert24 / 08 / 2024

Die Haftanstalten in Trentino-Südtirol, darunter das Bozner Gefängnis und die Einrichtung in Spini di Gardolo bei Trient, sind mit insgesamt 426 männlichen und 46 weiblichen Insassen zu 91 Prozent überbelegt. Diese alarmierenden Zahlen wurden von der Vereinigung Luca Coscioni veröffentlicht, die sich für die Rechte der Gefangenen und die Verbesserung der Haftbedingungen einsetzt.

Gleichzeitig verschickte die Vereinigung Luca Coscioni eine Verwarnung an alle 102 Sanitätsbetriebe, die für die 189 italienischen Haftanstalten zuständig sind, einschließlich der Sanitätsbetriebe in Südtirol und Trentino. Diese wurden aufgefordert, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen, indem sie Inspektionen in den Haftanstalten durchführen. Ziel ist es, die hygienischen Bedingungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Sozial- und Gesundheitsleistungen bereitgestellt werden, falls diese nicht den Standards entsprechen.

Das Bozner Gefängnis ist für 88 Insassen ausgelegt, beherbergt jedoch derzeit 104 Personen – es kam bereits vor, dass bis zu 130 Personen untergebracht waren. Unter den derzeitigen Insassen befinden sich 85, die ihre Haftstrafe rechtskräftig verbüßen, 2 warten auf die Bestätigung des Urteils, und 16 sind in Untersuchungshaft. Von den Insassen sind 33 italienische Staatsbürger, 16 kommen aus Marokko, 8 aus Albanien, 6 aus Tunesien, und 41 stammen aus anderen Nationen.

Kürzlich besichtigte eine Delegation der Südtiroler Strafverteidiger das Bozner Gefängnis und äußerte sich besorgt über die Überbelegung und die Bedingungen vor Ort. Rechtsanwalt Angelo Polo erklärte nach dem Lokalaugenschein, dass unter diesen Bedingungen die erzieherische Funktion der Haftstrafen nicht gewährleistet sei.

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