SVP-Landtagsabgeordneter Helmut Tauber zeigt sich entrüstet über die Art und Weise, die saisonale Fachkräfte im Tourismus im staatlichen Hilfsdekret Sostegni berücksichtigt worden sind. „Dass rund 10.000 Saisonarbeitskräfte in Südtirol im Dezember nicht ihre Arbeit aufnehmen konnten, ist nicht ihre Schuld, sondern Folge der behördlich unterbundenen Wintersaison. Jetzt diese Mitarbeiter mit einer geringen Einmal-Zahlung, welche zudem nicht einmal die Pensionsbeiträge beinhalten, abzufinden, ist einfach unwürdig und falsch“, ärgert sich Helmut Tauber. 

Er hatte bereits mehrmals auf Landes- und staatlicher Ebene interveniert, um die Arbeitslosenunterstützung für die Saisonarbeitskräfte im Tourismus zumindest für zwei Monate zu verlängern. Nachdem dies nicht erfolgt ist, entsteht bei den Saisonmitarbeitern nun ein Beitragsloch, das auch durch die Una-tantum-Prämie nicht gedeckt werden kann.

 „Die Saisonmitarbeiter sind seit Jahrzehnten essenzielle Fachkräfte im Tourismus, die seit Jahren in der Branche arbeiten, hoch qualifiziert sind und auch Steuern bezahlen. Statt diese Arbeitskräfte zu unterstützen, damit sie dem Sektor nicht verloren gehen, werden sie nun fast gezwungen, anderweitig Arbeit zu suchen. Es ist fatal, dass der Staat die Tragweite dieser Entwicklung nicht erkannt hat“, so Tauber.

 Positiv bewertet er die Verlängerung der Covid-Lohnausgleichskasse im Tourismussektor für weitere 28 Wochen. Gleichzeitig fordert Tauber, dass im Zuge der Umwandlung des „Dekretes Sostegni“ das Arbeitslosengeld für saisonale Mitarbeiter noch berücksichtigt wird, heißt es abschließend in der Presseaussendung.

Von HITRADIO SÜDTIROL

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