Mehr Busse im Sommer: Urlauber verzichten zunehmend aufs Auto10 / 08 / 2024
Um mehr Urlauber dazu zu bewegen, auf das Auto zu verzichten, erhöht das Land im Sommer das Busangebot. In diesem Jahr werden 300.000 Buskilometer mehr gefahren als noch 2023. Die Guest Card soll dabei unterstützen, den Verkehr zu reduzieren.

Um den Verkehr zu entlasten und Urlauber dazu zu bewegen, auf das Auto zu verzichten, verstärkt das Land im Sommer den öffentlichen Nahverkehr. In diesem Jahr werden über 300.000 zusätzliche Buskilometer gefahren. Im Vergleich zu 2022 wurden die Sommerlinien um 8,3 Prozent erweitert. So werden beispielsweise mehr Busse am Schlernplateau unterwegs sein, und neue Linien wie die von Brixen zum Würzjoch machen das Wandern ohne Auto noch attraktiver. „Ein voller Bus bedeutet meist 25 Privatautos weniger auf der Straße“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
Um den Umstieg von Auto auf Bus oder Bahn weiter zu fördern, gibt es die neue Gästekarte, die digital und nahezu flächendeckend verfügbar ist. Die Einnahmen aus dem Südtirol Guest Pass tragen zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs bei. Für jede Übernachtung zahlen die Tourismusbetriebe etwa 60 Cent pro Gast in die Landeskasse, unabhängig davon, ob der Gast die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt.
Mehr Busse und Fahrten: Vorteile für alle
„Der Guestpass hat den Vorteil, dass Gäste schnell einsteigen können, ohne Zeit beim Ticketkauf zu verlieren. Das führt dazu, dass Busse und Züge auch für Einheimische pünktlicher und zuverlässiger fahren“, erklärt Martin Vallazza, Direktor des Ressorts für Mobilität und Infrastrukturen.
Bis Ende des Jahres soll die Gästekarte vollständig digital verfügbar sein. Die Echtzeitdaten sollen genutzt werden, um den öffentlichen Verkehr weiter zu verbessern. „Wenn wir mehr Busse oder zusätzliche Fahrten anbieten, profitieren sowohl Einheimische als auch Urlaubsgäste“, betont Mobilitätslandesrat Alfreider. Viele Fahrten und dichte Takte sind bereits durch die Nachfrage der Urlaubsgäste gerechtfertigt. „Wenn alle halbe Stunde ein Bus in kleine Dörfer fährt, ist das oft auf die starke Nachfrage von Touristen zurückzuführen; nutzen können den Bus dann aber alle“, fügt Alfreider hinzu.
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