Schlichtungsstelle für Arzthaftungsfragen bearbeitet über 450 Fälle10 / 08 / 2024
Wenn Patienten durch menschliches Fehlverhalten gesundheitliche Schäden erleiden, können sie die Schlichtungsstelle einschalten. Diese unterstützt bei der außergerichtlichen Klärung des Sachverhalts.

Die Schlichtungsstelle für Haftungsfragen im Gesundheitsbereich unterstützt sowohl Patientinnen und Patienten als auch öffentliche und private Gesundheitsdienstleister bei der außergerichtlichen Klärung von Streitigkeiten. Diese Streitigkeiten können mutmaßliche Diagnose- und Behandlungsfehler oder Verletzungen der Aufklärungspflicht betreffen. Der Tätigkeitsbericht für 2023 liegt nun vor und umfasst eine Übersicht der Fälle seit der Einrichtung des Gremiums im August 2007.
Gesundheitslandesrat Hubert Messner betont die Bedeutung dieser Anlaufstelle, da sie es den Patienten ermöglicht, ihre Anliegen effizient und ohne gerichtliche Auseinandersetzungen zu klären. Bis Ende 2023 wurden 460 Anträge bearbeitet, wobei die durchschnittliche Verfahrensdauer etwa neun Monate betrug. Die Schlichtungsstelle hat somit einen wesentlichen Beitrag zur Klärung von Haftungsfragen im Gesundheitsbereich und zum Schutz der Patientenrechte geleistet.
Die Statistik zeigt, dass besonders häufig der Fachbereich Orthopädie betroffen ist, gefolgt von zahnärztlichen Dienstleistungen, Notaufnahmen, Allgemeiner Chirurgie sowie weiteren chirurgischen Fachbereichen wie Gynäkologie und Geburtshilfe. Bis Ende Dezember 2023 konnten 437 Fälle abgeschlossen werden, wobei im Durchschnitt ein Schadensersatz von 47.686,67 Euro ausgezahlt wurde.
Weitere Informationen zur Tätigkeit und Bilanz der Schlichtungsstelle sind auf dem Landeswebportal oder bei der Landesabteilung Gesundheit verfügbar. Der vollständige Tätigkeitsbericht für 2023 kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.
Offizielle Pressepartner
